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Grevesmühlen Flüchtlingsarbeit: Integrationslotsen überlastet
Mecklenburg Grevesmühlen Flüchtlingsarbeit: Integrationslotsen überlastet
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00:01 16.04.2016

Die Zuständigkeiten sind strikt getrennt: Sozialarbeiter kümmern sich um Asylbewerber, Integrationslotsen um anerkannte Flüchtlinge. Da immer mehr anerkannte Flüchtlinge auf die Landkreise verteilt werden, sind die Integrationslotsen überlastet. Deshalb soll es eine solche strikte Trennung nach dem Willen des Innenministeriums und der meisten Kreistagsmitglieder nicht mehr geben. „Der Vorschlag ist gut und richtig“, meint Landrätin Kerstin Weiss (SPD). Nach den Vorstellungen des Innenministeriums sollen Sozialarbeiter bis zu einem Jahr nach der Anerkennung Ansprechpartner für die Flüchtlinge bleiben — und das soll auch finanziert werden. „Bisher fallen anerkannte Flüchtlinge sofort aus der Betreuung durch die Sozialarbeiter raus.

Der Landkreis und auch der Verein Schulz e. V. können keine Betreuungsstunden mehr beim Innenministerium abrechnen“, so Kerstin Weiss. Auch die Flüchtlinge würden den Betreuerwechsel nicht nachvollziehen können.

Mit gestrigem Stand sind 678 anerkannte Flüchtlinge im Jobcenter NWM registriert. Für die sind bei der Awo zwei Integrationslotsen beschäftigt. Der Kreistag machte nun mit einem Beschluss den Weg für eine weitere Stelle frei. Für die Betreuung der Asylbewerber in der dezentralen Unterbringung sind zwei Sozialarbeiter beschäftigt, die sich um 111 Asylbewerber in den Amtsbereichen Rehna, Lützow-Lübstorf und Gadebusch kümmern. Im übrigen Kreisgebiet werden die dezentral untergebrachten Asylbewerber durch den Schulz e.V. betreut. Daneben gibt es beim Landkreis 7,3 Sozialarbeiterstellen in der zentralen Unterkunft Haffburg. Eine ist nicht besetzt. Der Kreistag beschloss, Land und Bund aufzufordern, für alle Integrationskosten aufzukommen. Bisher blieb der Landkreis auf 641000 Euro sitzen. Mehr zum geplanten Integrationsbüro lesen Sie auf Seite 14

Von jf

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