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Grevesmühlen Flüchtlingshelfer ärgert sich über Busfahrer
Mecklenburg Grevesmühlen Flüchtlingshelfer ärgert sich über Busfahrer
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00:01 29.04.2016

Sigurd Ahrens betreibt in Damshagen einen Laden für Bio-Weine. In seiner Freizeit kümmert er sich ehrenamtlich um drei junge Syrer, die inzwischen in Dassow wohnen. In dieser Woche erlebten die Flüchtlinge aus Damaskus etwas, das den Damshagener ärgerte.

Die drei Syrer — eine Frau und zwei Männer im Alter von 17, 23 und 24 Jahren — hatten in Grevesmühlen das Jobcenter besucht und wollten mit dem Bus der Linie 300 zurück nach Dassow fahren. „Einer hatte aber nur einen 50-Euro-Schein, um den Fahrpreis zu bezahlen. Der Busfahrer hat dann unfreundlich gesagt, dass er das nicht wechselt“, berichtet Ahrens.

Er schildert, dass andere Fahrgäste im Bus dem Syrer mit Kleingeld ausgeholfen hätten, sodass er doch den Fahrschein passend bezahlen und den Bus nach Dassow nutzen konnte. Dennoch hat sich Sigurd Ahrens mit Nahbus in Verbindung gesetzt, nachdem sein Schützling ihm von dem Erlebnis berichtet hatte. „Bei Nahbus hat mir eine freundliche Frau erklärt, dass die Busfahrer keine Unmengen an Wechselgeld bei sich haben“, schildert er. „Sie hat aber auch gesagt, dass Fahrgäste, egal welcher Herkunft, höflich behandelt werden müssen“, berichtet Ahrens weiter. „Ich weiß auch, dass Busfahrer nicht immer einen leichten Job haben und vielleicht war der Fahrer auch wegen etwas anderem gestresst“, sagt er. „Aber ich finde, gerade weil die Syrer noch nicht so gut Deutsch sprechen, könnte man etwas Rücksicht nehmen.“

Seinen Schützlingen, die noch öfter von Dassow nach Grevesmühlen fahren müssen, hat Sigurd Ahrens eingeprägt, dass sie das Fahrgeld für den Bus am besten passend dabei haben sollen. „Bei Nahbus wurde mir auch gesagt, dass auf einen Zehn- oder einen Zwanzig-Euro-Schein eigentlich immer rausgegeben werden könnte“, sagt er. Den jungen Syrern rät er dennoch, dass sie genug Kleingeld für die Busfahrkarte parat halten sollen.

Von mab

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