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Freie Wähler fordern Ortsumfahrt

Ratzeburg Freie Wähler fordern Ortsumfahrt

Debatte um Straßenbau für Schönbergs Partnerstadt / SPD und Grüne sprechen sich gegen Projekt aus

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Wir wollen unsere Entwicklung selbst bestimmen.Andreas vor Gropper FRW

Ratzeburg. Schönberg hat sie bereits seit Mai 2000, aber die Partnerstadt Ratzeburg muss noch heute für sie kämpfen: eine Umgehungsstraße. „Wir hatten gedacht, dass die Ortsumgehung nach Aufnahme in den jüngsten Bundesverkehrswegeplan auf einem guten Wege in Kiel ist und man deshalb da nicht mehr dran rühren sollte“, erklärte Andreas von Gropper von den Freien Wählern Ratzeburg (FRW). Doch seitdem die SPD Ratzeburg sich auf ihrer letzten Versammlung Anfang Dezember 2017 plötzlich gegen die Umleitung ausgesprochen hatte – obwohl sie im Herbst in der Stadtvertretung noch in einer gemeinsamen Resolution dafür gestimmt hatte –, sei es plötzlich Stadtgespräch. „Aber jede Diskussion darüber ist nicht nur überflüssig, sondern schädlich für die Stadt“, so von Gropper.

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Debatte um Straßenbau für Schönbergs Partnerstadt / SPD und Grüne sprechen sich gegen Projekt aus

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Frühe Anfänge

Bereits in den 1950er Jahren hatte man sich in Ratzeburg erstmals mit dem Gedanken beschäftigt, eine Verkehrsumleitung für die vielbefahrene Inselquerung über den Marktplatz zu finden. Die Autos sollten nach Überqueren des Königsdamms aus Richtung Osten kommend rechts über den Domhof am Inselrand entlang Richtung Lüneburger Damm gen Westen geführt werden.

Denn wenn sich die Stadt oder ihre Parteien in diesem Punkt plötzlich wankelmütig zeigten, sei das ein Signal, das das Verkehrsministerium Schleswig-Holstein und der Landesbetrieb für Straßenbau und Verkehr in Lübeck (LBV) interessiert wahrnähmen. „Dann heißt es hinterher, wenn ihr nicht wollt – wir brauchen die Umgehung auch nicht!“ Am schlimmsten war die Zeit nach der Wende 1989, als ein Strom an stinkenden Zweitakt-Motorfahrzeugen Marke „Trabant“ aus der damaligen DDR die Kreisstadt überschwemmte. „Nach der Grenzöffnung im November 1989 nahm die Verkehrsbelastung durch regionale und Durchgangsverkehre erheblich zu“, sagt Werner Rütz, Vorsitzender des Ratzeburger Bauausschusses für die FRW. Das müsse man sich noch einmal in Erinnerung rufen. Das Problem sei, dass der Mensch leider zu schnell vergesse. Rund 23 000 Kraftfahrzeuge pro Tag waren es damals. Nach dem Bau der A 20 im Jahr 2004 sank diese Zahl zwar auf 15 500, doch die Belastung für die Bewohner der Vorstadt, aber auch der Nachbargemeinden Ziethen, Schmilau, Fredeburg und Mölln war nach wie vor hoch, so dass diese Gemeinden sich 2007 zu einer „Fünfer-Allianz für die Verlegung der B 208“ zusammenschlossen. „Wir haben noch nie eine so gute Ausgangsposition erreicht beziehungsweise uns erarbeitet wie heute“, so Rütz, dass eine Realisierung des Projekts in den nächsten Jahren erreicht werden könne. Das dürfe man nicht zerreden. Und Andreas von Gropper erklärte, wenn die Umgehung komme, werde die Ortsdurchfahrt von einer Bundes- zu einer Gemeindestraße heruntergestuft. „Dann sind wir endlich Herr im eigenen Haus und können unsere innerstädtische Entwicklung selbst bestimmen.“ Zurzeit hat immer noch der Bund das letzte Wort. Klar auf der Seite der FRW ist auch die CDU: Nach wie vor „dringend erforderlich“ sei die Umleitungsstraße, erklärten Bürgervorsteher Ottfried Feußner und Fraktionschef Wilhelm Thiele. Auch die FDP will die Planungen „auf keinen Fall abbrechen“.

Bei den Bürgern für Ratzeburg (BfR) ist man sich dagegen uneins, ein Meinungsbild fiel unentschieden aus. Bereits in den 1950er Jahren hatte man sich in Ratzeburg erstmals mit dem Gedanken beschäftigt, eine Verkehrsumleitung für die selbst damals vergleichsweise vielbefahrene Inselquerung über den Marktplatz zu finden. Die Autos sollten nach Überqueren des Königsdamms aus Richtung Osten kommend rechts über den Domhof am Inselrand entlang Richtung Lüneburger Damm gen Westen geführt werden.

 

Joachim Strunk

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