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Grevesmühlen Freizeitverein ließ sich über Stadtentwicklung informieren
Mecklenburg Grevesmühlen Freizeitverein ließ sich über Stadtentwicklung informieren
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06:32 15.04.2016
Wolfgang (v.l.) und Gudrun Seidel vom Vorstand des Freizeitvereins in Grevesmühlen freuten sich am vergangenen Mittwoch über den gelungenen und eloquent gehaltenen Vortrag über Stadtentwicklung, den Bauamtsleiter Lars Prahler vor über 80 Vereinsmitgliedern hielt. Quelle: Annett Meinke
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Grevesmühlen

Mehr als 80 Mitglieder des Freizeitvereins trafen sich am Mittwochnachmittag im Luise-Reuter-Saal des Vereinshauses von Grevesmühlen. Seit Gründung des Vereins im Jahr 2015 kommen die Senioren an jedem zweiten Mittwoch dort zusammen. Mit dem für diesen Nachmittag angekündigten Bauamtsleiter der Stadt, Lars Prahler, wollten sie beileibe nicht nur Kaffee trinken, sondern etwas über Stadtentwicklung hören und darüber diskutieren.

Prahler präsentierte zunächst ein paar spannende Zahlen. „Im Jahr 1989 hatten wir in Grevesmühlen 11 000 Einwohner – und jetzt liegen wir immerhin noch bei 10 600.“ Malchow zum Beispiel führte Prahler aus, ist im selben Zeitraum von 12 000 auf 8500 Einwohner geschrumpft. Die Arbeitslosenquote im Amtsbereich der Stadt liegt unter positiven sechs Prozent.

Dass sich das allerdings jederzeit, trotz guter Lage zwischen Lübeck, Wismar und Schwerin, wieder ändern kann, räumte Prahler ein. Problematisch sei momentan zum Beispiel die Entwicklung um die Betriebe Baltic Elektronik und Baltic Metall.

Diesbezüglich wollten einige der anwesenden Senioren wissen, wie es mit der Ansiedelung neuer überregionaler Gewerbe aussähe. Der Bauamtsleiter räumte ein, dass mit Upahl, Schönberg, Dassow oder Selmsdorf starke Mitbewerberkommunen agieren. Für die Unternehmensführung der Schwartau-Werke zum Beispiel, die sich in der Region niederlassen wollen, sei Grevesmühlen zu weit weg von der Landesgrenze zu Schleswig-Holstein.

Für eine gute Stadtentwicklung brauche es vor allen Dingen mehr Zuzug, betonte Lars Prahler. „Die Nachfrage nach Baugrundstücken ist da, daher liegt auf der Wohngebietserschließung ein besonderes Augenmerk der Stadt.“

Das waren Informationen, die auf Beifall bei den Vereinsmitgliedern stießen - ebenso die Mitteilung Prahlers, dass sich die Stadt gemeinsam mit Trägern, wie der AWO und der Volkssolidarität, verstärkt um das Thema Tagespflege, barrierearmes und betreutes Wohnen kümmern will.

Diskussionsbedarf, wie sich zeigte, entstand beim Thema Barrierefreiheit in der Stadt. Ebenfalls brisant für die Freizeitvereinsmitglieder – die Wismarsche Straße. Der Bauamtsleiter führte die Schwierigkeit der Gestaltung der Wismarschen Straße vor Augen: „Die Interessen von Fußgängern, Fahrradfahrern, Rollatorfahrern, Autofahrern unter einen Hut zu bringen – keine einfache Aufgabe. Wir bleiben dran und bitten um Geduld.“

An diesem Nachmittag betonte der Bauamtsleiter einmal mehr, dass die Stadtverwaltung Wert auf die Anregungen der Bürger legt und verwies auf die jüngsten Bürgerforen, in denen von Bürgern geäußerte Ideen, in das neue Stadtentwicklungskonzept mit einflossen.

Die Vereinsmitglieder gaben dem Bauleiter gleich noch ein paar Anregungen mit auf den Weg. Die Wandergruppe des Vereins zum Beispiel beklagte, dass viele Wanderwege um Grevesmühlen nicht gut begehbar seien und dass es keine Beschilderung gäbe, die Ortsfremden oder Touristen über die Wegstrecken um den Vielbecker und den Ploggensee informiert.

Von Meinke, Annett

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