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Freude über neues Vereinsheim

Grevesmühlen Freude über neues Vereinsheim

Mitglieder bauen in Eigenregie ehemaliges Lager in der Jahnstraße 5a in Grevesmühlen um

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Der Vereinsvorsitzende Uwe Dettmann (l.) und der Kassierer Jürgen Sager lassen vor dem Vereinsheim die Brieftauben fliegen. FOTOS (4): DIRK HOFFMANN

Grevesmühlen. „Wir haben hier viele Wochenende verbracht. Es hat sich aber in jedem Fall gelohnt“, meinte Uwe Dettmann (52), vorsitzender des Brieftaubenvereins „Luftbote“ am Sonnabendnachmittag bei der Eröffnung des neuen Vereinsheimes in der Jahnstraße 5a in Grevesmühlen. Denn fast vier Jahre lang wurde fleißig gewerkelt, um aus dem Gebäude, das in der Vergangenheit unter anderem von einer Dachdeckerfirma genutzt wurde, schmucke Räumlichkeiten herzurichten.

OZ-Bild

Mitglieder bauen in Eigenregie ehemaliges Lager in der Jahnstraße 5a in Grevesmühlen um

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Es gab eine Menge zu tun, wie Dettmann rückblickend meint. Von Elektro- bis Malerarbeiten war alles dabei. Vieles geschah in Eigenleistungen durch Mitglieder des Brieftaubenvereins und des Grevesmühlener Rassegeflügelzuchtvereins, der hier ebenfalls mit eingezogen ist. Neben einigen Sponsoren wie zum Beispiel der Heizungsbaufirma Behnke aus Bössow, dem Fliesenlegerbetrieb Tieck aus Börzow, dem Profibaumarkt aus Klütz, dem Landwirtschaftsbetrieb aus Grevesmühlen und dem Maler Mursal aus Börzow unterstützte auch die Stadt das Vorhaben, indem von einer Ausgleichszahlung Material angeschafft wurde. Sie half auch auf der Suche nach einem passenden Objekt, nachdem das alte Vereinsheim in der Gebhardstraße dem neuen Einkaufsgebiet am Bahnhof weichen musste.

„Es ist sehr gut geworden“, fand auch Ernst Henning. Der 79-Jährige züchtet schon seit 66 Jahren Brieftauben. 1100 Kilometer weit sind Tauben von ihm in den 1960er Jahren schon mal geflogen. Das war damals vom rumänischen Arad bis nach Grevesmühlen, wie erzählt. Der Aufwand, so Henning weiter, war enorm. So wurden die Brieftauben noch mit dem Zug an den Ort gebracht, von wo sie dann wieder Richtung Heimat flogen.

Die Liebe zu den Tieren ist nach Aussage von Henning das A und O, um diesem Hobby nachzugehen. Ähnlich sieht es Gerhard Peters (79). 1961 schloss sich er sich dem Rassegeflügelzuchtverein an. Seine größten Erfolge waren zwei Europameistertitel mit seinen weißen Komorner-Tümmlern.

Bei der Eröffnung des neuen Vereinsheimes richteten sich die

Blicke der Besucher, zu denen auch Bürgermeister Lars Prahler gehörte, indes auf die Brieftauben. Unter ihren Augen starteten sie zu ihrem ersten Profeflug in diesem Jahr. Zwei Wochen später stehen dann bis in den September hinein wöchentliche Preisflüge für sie auf dem Programm. Vom Vereinsheim werden die Brieftauben dann abgeholt und an verschiedene Orte gebracht, von denen sie auf Zeit nach Grevesmühlen zurückfliegen.

Mit einer Küche, einem Büroraum, einem Sanitärbereich, dem Lager und einem größeren Raum bietet das neue Vereinsheim nach Aussage von Dettmann beste Möglichkeiten für die Vereinsarbeit. So könnten hier unter anderem regelmäßig Versammlungen durchgeführt werden. Brieftaubenfreunde und Rassegeflügelzüchter hoffen nun auf eine größere Akzeptanz und möglicherweise neue Mitglieder in ihren Reihen.

Brieftaubenverein und Rassegeflügelzüchter in einem Haus

1920 wurde der Grevesmühlener Rassegeflügelzuchtverein gegründet. Aktuell hat er 36 Mitglieder in seinen Reihen. Vorsitzender ist Dieter Koliwer. Auf dem Außengelände des Vereinsheimes soll am 5.

August der Kreihnsdörper Kleintriermarkt stattfinden.

Seit 1934 gibt es den Brieftaubenverein in Grevesmühlen. 15 seiner Mitglieder kommen aus der ehemaligen Kreisstadt, drei aus Tarnewitz. Die Geschicke leitet seit etwa zehn Jahre Uwe Dettmann, der 1979 diesem Verein beigetreten ist.

Dirk Hoffmann

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