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Grevesmühlen Frühjahrsputz in Stadt und Land
Mecklenburg Grevesmühlen Frühjahrsputz in Stadt und Land
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04:50 15.04.2013

Tag der Sauberkeit in Grevesmühlen: Wind und Wetter zum Trotz versammelten sich am Sonnabend Stadtvertreter und weitere Helfer auf dem Parkplatz am Ploggensee. Nachdem die Müllbeutel und Handschuhe verteilt wurden, besprechen sie die Aufgaben und verteilen Gebiete, in denen gesammelt werden soll. „Leider kommen von Jahr zu Jahr immer weniger Menschen“, berichtet Stefan Baetke, Fraktionsvorsitzender der SPD. Vor einigen Jahren hätte ihre Gruppe noch 40 bis 60 Teilnehmer gezählt. Heute wäre nur der harte Kern anwesend.

Er selbst habe bereits als Schüler immer am Tag der Sauberkeit teilgenommen. „Das ist ein jährliches Ritual“, sagt er. Die Veranstaltung findet mittlerweile zum 21. Mal in Grevesmühlen statt und wurde durch eine Initiative des Umweltausschusses ins Leben gerufen. „Ich frage mich jedes Mal, warum die Leute so viel Müll fallen lassen“, sagt Baetke. Man fände nicht nur viele Flaschen, Dosen und Tüten, sondern auch Kondome, Radkappen und vieles mehr. „Vor allem im Ampelbereich liegt eine Menge Müll, der einfach aus dem Fenster geschmissen wurde", berichtet er. Am nervigsten seien aber die Hundekotbeutel, die nach der Benutzung ins Gebüsch geworfen wurden.

Claus Adamoschek geht mit seinem siebenjährigen Sohn einmal um den gesamten Ploggensee. „Für mich und Moritz ist der Tag der Sauberkeit mittlerweile eine Art Tradition“, sagt er. Moritz ist einer der jüngsten Helfer an diesem Tag und freut sich darüber, dass der Müll von Jahr zu Jahr weniger wird. „Vor einigen Jahren haben wir noch deutlich mehr gefunden“, stellt sein Vater fest.

Im Freibad am Ploggensee nutzt man den Tag der Sauberkeit als Anlass, um sich auf die kommende Badesaison vorzubereiten. Hier entsorgen Helfer kaputte Sonnenschirme, entfernen marode Holzschilder, wird das Laub gesammelt, Unkraut entfernt und ein neuer Briefkasten angebracht.

Außerdem werden die ersten Strandkörbe an das Ufer des Ploggensees gestellt. Jürgen Bühring ist Vorsitzender des Freibadvereins in Grevesmühlen. Er sagt, er wisse die Hilfe aller Teilnehmer sehr zu schätzen und bedanke sich bei allen, die mit angepackt haben, um das Freibad wieder instand zu setzen. „Ich freue mich jetzt einfach auf das Anbaden am 4. Mai“, sagt Bühring.

Bei Nieselregen machten sich am Sonnabend auch zahlreiche Einwohner der Gemeinde Roduchelstorf auf zum Frühjahrsputz. Bürgermeisterin Petra Kassow war sehr zufrieden. 40 Bürger waren der Einladung der Gemeinde gefolgt und haben mit angepackt. Mit blauen Säcken in der Hand streiften sie durch die Dörfer, um den Müll zu beseitigen. Darunter auch Windeln in blauen Säcken. Für Petra Kassow das „Schlimmste“, was beim Frühjahrsputz gefunden wurde.

Einige Einwohner hatten auch eine Schaufel mitgebracht. Der Grund: der Weg von der B104 in Richtung Sportplatz ist in einem sehr schlechten Zustand. Um das zu ändern, halfen auch zwei Landwirte.

Willi Burmeister stellte abgefrästen Asphalt, der zum Auffüllen der Löcher dient, zur Verfügung, Peter Kassow einen Minibagger und einen Traktor mit Anhänger, damit die freiwilligen Helfer den Weg in Höhe des Gutshofes ausbessern konnten. Nach gut drei Stunden war der Einsatz beendet. Den Eintopf von Jagdpächter Jürgen Kuck hatten sich die Helfer beim Frühjahrsputz wahrlich verdient, sagt Petra Kassow.

Auch die Gemeinde Menzendorf hatte am Sonnabend zum Großreinemachen aufgerufen. Seit 2000 sammeln die Einwohner gemeinsam Müll im Frühjahr, sagt Bürgermeisterin Anke Goerke. Auch hier packten 40 Einwohner mit an. „Was das Müllsammeln angeht, bin ich zufrieden“, freute sich Goerke über das Engagement der Einwohner. „Vom Kindergartenkind bis zu Rentnern kommen fast alle.“ Für Jürgen Geschke das Normalste auf der Welt. Er ist vor zwei Jahren nach Lübseerhagen gezogen. „Ich gehe im Dorf und an der Straße regelmäßig spazieren. Ich sehe also, wo der Müll liegt.“ Deshalb sei es für ihn nichts Besonderes mitzuhelfen. „Ich möchte, dass es gut aussieht.“ Gemeinsam mit Therese Lehmann sammelte Jürgen Geschke Müll entlang der Straßen. In einem Graben fanden sie sogar ein Verkehrsschild.

Es fehlte rund 100 Meter weiter.

„Wir haben hier auch schon Autobatterien gefunden, Sofas und an ganz bestimmten Stellen auch immer wieder Flachmänner und Bierflaschen“,erzählt Goerke. An der Straße von Menzendorf nach Grieben und entlang der Bahnstrecke. „Das waren also keine Menzendorfer“, ist sich die Bürgermeisterin sicher. Am Sonnabend haben die Frühjahrsputzer einen Kinderwagen gefunden, Hanteln und sogar eine Plastikfigur von Oliver Hardy aus der Serie „Dick und Doof.“ Als Dankeschön gab es auch in Menzendorf etwas zu essen: Bockwurst und Brötchen und für die Kinder auch Süßigkeiten.

Knut-Henning Miersch und Frank Martens

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