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Grevesmühlen Für Flüchtlinge in Klütz beginnt der Alltag
Mecklenburg Grevesmühlen Für Flüchtlinge in Klütz beginnt der Alltag
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00:00 27.04.2016
Momentan leben dort recht viele Kinder und Frauen, das macht die Gruppe sehr homogen.“ Guntram Jung (CDU), Bürgermeister Klütz

In der alten Kita in Klütz, die vom Landkreis als Übergangsunterkunft für Asylbewerber genutzt wird, ist so etwas wie Alltag eingekehrt. Nachdem es Ende vergangenen Jahres viele Unklarheiten gab, weil die Unterkunft erst vom Land als Aufnahmelager für Flüchtlinge genutzt, dann kurzfristig geräumt und schließlich vom Landkreis als Unterkunft für Asylbewerber übernommen wurde, hat sich die Zahl der Bewohner inzwischen verringert und es gibt klare Strukturen.

Davon hat sich Guntram Jung (CDU), Bürgermeister der Stadt Klütz, bei einem Besuch überzeugt. „Ich wurde von der Leiterin, Andrea Flindt von den Maltesern, eingeladen. Ich bin überrascht, in welch gutem Zustand die Räume noch sind, obwohl sie schon von vielen Menschen genutzt wurden“, sagt Jung. Er hatte sich zwei Unterkünfte in den ehemaligen Kita-Räumen angesehen und die Waschräume begutachtet, die im vergangenen Jahr geschaffen worden waren. „Da wurde ja nur schlicht mit Trockenbauplatten gearbeitet und das ist alles noch in sehr gutem Zustand“, berichtet der Bürgermeister.

Das zeige, dass pfleglich mit der Einrichtung umgegangen werde.

Jung lobt auch das Engagement der ehrenamtlichen Helfer und des Malteser Hilfsdienstes aus Hamburg, der die Einrichtung leitet. „Sie machen den Bewohnern gemeinsam gute Angebote“, sagt er. „Momentan leben dort recht viele Kinder und Frauen, das macht die Gruppe sehr homogen“, berichtet Jung aus der alten Kita.

Das war zum Jahreswechsel noch nicht so. Seit Januar waren 84 Personen in Klütz untergebracht. „Im Moment kommen keine neuen Bewohner mehr nach. Es sind jetzt deutlich unter 50 Personen“, sagt Guntram Jung.

Genau genommen leben in der alten Kita derzeit 23 Männer, sechs Frauen und neun Kinder, wie Andrea Flindt aufzählt. Viele hätten schon andere Unterkünfte bezogen oder seien auf der Suche nach Wohnungen. „Die Kinder besuchen die Grundschule, weiterführende Schulen und einige die Berufsschule“, sagt Flindt. Die Kinder seien besonders schnell im Lernen der deutschen Sprache. Um das bei allen zu verbessern, bieten ehrenamtliche Helfer montags bis donnerstags Deutschunterricht für die Flüchtlinge an. Sporadisch können sie zum Reiten gehen. „Einmal in der Woche wird auch Malen und Zeichnen von Künstlern angeboten. Sie alle arbeiten mit einer Engelsgeduld mit den Menschen“, sagt Andrea Flindt. Die Malteser haben zudem für die Kinder ein eigenes Spielzimmer eingerichtet.

In der kommenden Woche hat sich die Polizei in der Unterkunft angekündigt. „Sie machen Verkehrsunterricht speziell für Flüchtlinge“, sagt Andrea Flindt. „Damit sie alle Verkehrsschilder und -regeln lernen.“ Das findet auch Bürgermeister Guntram Jung gut. „Manche fahren schon recht waghalsig auf ihren Fahrrädern durch den Ort“, berichtet er von eigenen Beobachtungen. Außer dem Verkehrsunterricht für die Erwachsenen werden die Polizisten einen Parcours für die Kinder aufbauen.

Von Malte Behnk

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