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Für Nena: weißes Autoleder und Stehlampen im Zelt

Rehna Für Nena: weißes Autoleder und Stehlampen im Zelt

Insgesamt 40 Seiten umfasste der Forderungs-Katalog, den das Management der 53-jährigen Deutschrock-Diva den Organisatoren vorlegte.

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Nena hatte 40 Seiten Extrawünsche für den Auftritt.

Quelle: Maik Freitag

Rehna. Fast 5000 Menschen feierten Sonnabend den Auftritt von Nena mit Liedern wie „99 Luftballons“ oder auch ihrem neuen Song „Besser geht´s nicht“ auf dem Reitplatz in Rehna — Ein Erlebnis für den 3000-Seelen-Ort mit Superlativcharakter. Das nicht nur für die Gäste, sondern vor allem für die Veranstalter Michael (32) und Matthias Maack (44). Die legten eine perfekte Organisation hin, Nena fühlte sich wohl, auch wenn sie die Klosterstadt sicherlich so schnell nicht wiedersehen wird.

Von Rehna ging es nicht wie geplant und gebucht in die Suite eines Lübecker Nobelhotels, sondern direkt nach Berlin. Pünktlich um 7 Uhr musste die 53-Jährige in der Maske für ihren Auftritt bei „The Voice of Germany“ sitzen. „Es war egal, ob Nena das nutzt oder nicht. Es musste gebucht werden und fertig“, erklärte Veranstalter Matthias Maack, der trotz zahlreicher Erfahrung mit Stars wie Jürgen Drews, Mathias Reim oder den Puhdys einen derart hohen Anspruch in Sachen Backstagebereich noch nie erlebt hatte. „In ganz Deutschland gibt es keinen Sänger oder Sängerin, die eine derart hohe Anforderung stellt wie Nena. Die Bühne und der Backstagebereich haben 25 Prozent der Festfläche eingenommen. Selbst Angela Merkel kann eigentlich keine höheren Ansprüche haben“, erzählt der 44-Jährige. Gerne organisiert Maack das Drumherum, doch der eigene Bereich für Nena, inklusive Wasser von der Mond-, der Licht- und der Sonnenquelle, sei das Limit gewesen, was die Maack-Brüder leisten könnten.

„Es ging am Konzerttag los mit einem Treffen an einem geheimen Ort in Rehna. Von dort ging es ohne anzuhalten auf den Reitplatz. Mir leuchteten die Xenon-Scheinwerfer des Limousinenkonvois entgegen und ich startete vorweg. Niemand durfte und hat etwas bemerkt. Dann durfte Nenas Mercedes auch nicht schwarz sein. Weißes Leder war Voraussetzung. Insgesamt hatte ich 30 oder 40 Seiten an Bedingungen zu erfüllen“, erzählt Maack. Und das Beste: Es gibt kein Eigentlich und kein Vielleicht wurde dem Organisator vom Management suggeriert.

So fehlte an dem warmen Konzertabend auch die Gasheizung in zweien der fünf Zelte nicht. Natürlich da, wo Nena sich aufhielt. „Als Isabell Schmidt auftrat und Nena in ihr Zelt wollte, ist sie nicht in ihr etwa zehn Meter weiter stehendes gegangen, sondern in ihr „Quick Change“-Zelt, mit Standspiegel, Bio-Getränken und weißen Stofftischdecken. Dieses Zelt hatte direkten Anschluss an die Bühne“, berichtet Matthias Maack. Der brachte sogar seine Stehlampen, Regale, vier Couchen, sämtliche Grünpflanzen und jede Menge Deko aus seinem eigenen Wohnzimmer mit, um die ausgefallenen Bedingungen der Diva zu erfüllen. „Zum Glück mag meine Frau auch so ein Dekozeug. Aber sie war froh, dass am Ende alles wieder heil zu Hause ankam. Allerdings hatten wir nur eine Stehlampe. Eine musste ich mir borgen.“

Auch nach dem Auftritt gingen die Extratouren weiter, denn während die 22-köpfige Bandcrew im beheizten „Late Night Dinner“-Zelt Bio-Rotwein, Bio-Weißwein, Obst und Gemüse — alles übrigens glutamat- und laktosefrei sowie biologisch angebaut — verzehrte, durften die zwölf Techniker sowie der eigens angestellte Koch nicht mit ins Zelt. Die Techniker hatten ihr eigenes mit Büfett. „Da war kein Fleisch und kein Fisch zu sehen. Wie man sich davon ernähren kann, weiß ich nicht. Doch das ist egal. Am Ende hat alles toll geklappt und war gerade für uns ein einmaliges Erlebnis“, sagt Matthias Maack.

 

mata

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