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Gastronomen fehlen die Unterkünfte

Soziales Gastronomen fehlen die Unterkünfte

Grevesmühlen — Die Arbeitslosenquote im Bereich der Agentur für Arbeit in Grevesmühlen ist im August auf dem Rekordtiefststand von 6,5 Prozent aus dem Vormonat geblieben.

Grevesmühlen — Die Arbeitslosenquote im Bereich der Agentur für Arbeit in Grevesmühlen ist im August auf dem Rekordtiefststand von 6,5 Prozent aus dem Vormonat geblieben. Insgesamt hatten 1558 Frauen und Männer keine Arbeit, im Juli lag diese Zahl nur unwesentlich niedriger bei 1556.

„Wir profitieren noch von der laufenden Saison“, nennt Grevesmühlens Agentur-Chefin Ramona Körner einen der Gründe für den gleichbleibend niedrigen Stand an Erwerbslosen. Hinzu kommt nach ihrer Aussage, dass sich der Arbeitsmarkt nach wie vor als sehr stabil zeigt. Im August hatten zum Beispiel die Arbeitgeber 73 neue der insgesamt 232 Arbeitsstellen gemeldet. Im Baugewerbe waren diesmal besonders Maler und Trockenbauer gesucht worden. Aber auch Verwaltungsberufe mit einer speziellen Ausbildung befanden sich nach Darstellung von Frau Körner ebenso wie Altenpfleger, Friseure und Erzieher darunter.

Trotz des bevorstehenden Endes der Saison geht die Suche nach Arbeitskräften im Hotel- und Gaststättengewerbe unvermittelt weiter. Unter den Angeboten befinden sich befristete, aber auch unbefristete Arbeitsstellen. Dabei wird es jedoch für den Arbeitgeber immer schwieriger, in diesem Bereich geeignetes Personal zu finden. Denn zum einen finden die Betriebe in der Umgebung oft keine passenden Arbeitnehmer, die sie in der Küche, im Restaurant oder im Service beschäftigen können. Auf der anderen Seite haben nach Auskunft von Ute Reichert, Arbeitsvermittlerin im Arbeitgeber-Service, aber längst nicht alle Gastronomen Unterkünfte für die Menschen aus anderen Regionen, die bei ihnen arbeiten würden. Ein Dilemma, mit dem nach Darstellung von Frau Reichert aber auch andere Urlaubsregionen schon seit längerer Zeit zu kämpfen haben.

Eine bessere Chance auf dem Arbeitsmarkt sollen jetzt vor allem diejenigen bekommen, die bislang keinen Berufsabschluss haben. Im Rahmen der bundesweiten Initiative „Aus Bildung wird was — Spätstarter gesucht“, die aufgrund der dringenden Suche nach Fachkräften in diesem Jahr wieder neu aufgelegt wurde, können sie eine Fortbildung erhalten und einen Beruf erlernen. Der Schwerpunkt liegt hier auf Erwachsenen im Alter von 25 bis 35 Jahren, die eine verkürzte Ausbildung durchlaufen.

Bewerber für eine solche Fortbildung können sich bei der Agentur für Arbeit in der Parkstraße 4a in Grevesmühlen melden.

 

dh

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