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Grevesmühlen Geballtes Fachwissen gegen geschwollene Beine
Mecklenburg Grevesmühlen Geballtes Fachwissen gegen geschwollene Beine
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00:00 12.04.2013
Wismar

In der Hansestadt Wismar wurde das erste Lymphnetz Mecklenburg-Vorpommerns gegründet. Gut 70 davon gibt es in Deutschland. Es sind regionale Zusammenschlüsse von Ärzten, entsprechend ausgerichteten Physiotherapeuten, Pflegediensten und Krankenhäusern zur gemeinsamen Weiterbildung im Sinne der Patienten. „Es gibt viele Menschen, die dicke, geschwollene Beine haben, wo man im Unklaren darüber ist, wieso das so ist“, so Dr. Reinhard Kauschke.

Lymphödeme — Flüssigkeitsansammlungen im Gewebe — treten besonders in den Gliedmaßen auf. Der Facharzt für Chirurgie, Gefäßchirurgie und Phlebologie mit seiner Praxis am Wismarer Krankenhaus hat das Netzwerk initiiert, damit „Verordner“ — also die Ärzte — zusammen mit dem „Heilmittelerbringer“ — dem Therapeuten — gemeinsame Standards entwickeln können. Weiterbildung „auf Augenhöhe“ zum Wohle des Patienten.

Der Facharzt erklärt: „Ein nicht geringer Anteil der Patienten mit diesen geschwollenen Beinen hat eine Störung im Lymphgefäßsystem, das kann angeboren sein oder beispielsweise als Erkrankung nach einem Tumor. Diese Patienten sind oft in den Händen vieler verschiedener Kollegen.“ Für die ist die Diagnostik der geschwollenen Beine schwer. Um in dieses „unklaren Dickicht“ Ordnung herein zu bringen, hat er das Netzwerk initiiert und mit Kollegen aus Wismar am Klinikum gegründet. „Berufs- und fachübergreifend. Schon im letzten Jahr ist durch Gespräche mit Kollegen, Patienten und Therapeuten herausgekommen, dass es sinnvoll ist, Standards festzulegen. Es gibt Vorreiter wie die Deutsche Gesellschaft für Lymphologie und Berufsverbände.“

Im Mai schon sind die auf Lymphdrainage spezialisierten Therapeuten der Region nach Wismar eingeladen, um übers Wochenende einen praktischen Kurs über das richtige Anlegen eines Verbandes zu besuchen. „Es geht darum, dass man die Standards der Behandlung bespricht und versucht, die Abläufe zu vereinheitlichen.“

Mit dem deutschlandweit aktiven Fachlehrer Oliver Gütlich als Spezialisten können mit den Erfahrungen aus den anderen Lymphnetzen in Deutschland Qualitätsstandards gesetzt werden. „Das Netzwerk soll Patienten langfristig helfen. Der Therapeut muss wissen, was erwarte ich als verordnender Arzt von ihm“, ergänzt Dr. Kauschke. Für den Patienten werde das Netzwerk mit Weiterbildungsmöglichkeiten und dem regen Austausch der Fachleute mit und ohne Doktortitel und deren Erfahrungen eine Verbesserung der Lebensqualität bringen.

Nicole Hollatz

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