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Grevesmühlen Geboren im Jahr 1917
Mecklenburg Grevesmühlen Geboren im Jahr 1917
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06:56 23.03.2017
Am Dienstag wurde der Grevesmühlener Erich Tümmel (2.v.l.) beeindruckende 100 Jahre alt. Zu den ersten Gratulanten des Tages zählte der Grevesmühlener Bürgermeister Lars Prahler (3.v.l.), Bärbel Wegner (l.), Assistentin der Geschäftsführung der Seniorenresidenz des Deutschen Roten Kreuzes in der Tannenbergstraße, und Bianca Brand (r.) Pflegedienstleiterin. Quelle: Annett Meinke
Grevesmühlen

Vermutlich hat der Grevesmühlener Erich Tümmel - seit dem 21. März 2017 beeindruckende 100 Jahre alt - den schwedischen Roman „Der Hundertjährige, der aus dem Fenster stieg und verschwand“ nicht gelesen. Macht nichts, denn außer dem Alter eint die beiden Hochbetagten vielleicht auch nicht allzu viel. Anders als der Romanheld freute sich Erich Tümmel über all die Geburstagsgäste, die bei ihm in der Seniorenresidenz des Deutschen Roten Kreuzes am Tannenberg auftauchten.

Zu den ersten Gratulanten am Morgen gehörten Bürgermeister Lars Prahler, Bärbel Wegner von der Geschäftsführung der DRK-Wohnanlage, Pflegedienstleiterin Bianca Brand und  ein wenig später auch Pastorin Maria Harder von der St. Nikolai-Kirchengemeinde in Grevesmühlen. Beim Frühstück mit Schnittchen und Kaffee erzählte der erstaunlich agile Senior von seinem langen Leben.

„Man muss vom Leben alles nehmen“, sagte Erich Tümmel. „Das Gute und das Traurige.“ Beides hat er, nach eigener Einschätzung, reichlich genossen. Der hochbetagte Senior, der zwar etwas schwerhörig ist, sich aber immer noch gut unterhalten kann - wenn sein Gegenüber laut und deutlich spricht - ist immer noch beweglich, wenn auch mit Hilfe eines Rollators.

An seinem 100. Geburtstag erinnerte sich Erich Tümmel an seine Kindheit in der Kirchstraße 24 in Grevesmühlen, an seine Schulzeiten, die er genoss, auch an die 12 Jahre im Krieg - unter anderem war er in dieser Zeit in Rhodesien (heutiges Zimbabwe). Wichtiger aber fand er die Zeit nach dem Zweiten Weltkrieg. Als er Schlossermeister wurde und anfing im Klement-Gottwald-Werkt zu arbeiten (heute Baltic Metall in Grevesmühlen). Dort blilebt er bis zur Rente mit 65.

Schwierig findet der Senior, der erst seit drei Jahren in der Seniorenwohnanlage des DRK lebt, den Verlust geliebter Menschen, Familienangehöriger und Freunde, die vor ihm gingen.

Dennoch genießt er das Leben noch immer, so gut es geht. „Das Essen schmeckt“, meinte er lachend „und auch ab und an ein kleiner Köm.“ Erich Tümmel mag gern für sich sein in seinem Zimmer - und dann immer wieder Kontakt mit anderen. Der Tanztee in der Wohnanlage, sagt er, gefällt ihm besonders gut.

Familie und Freunde sind Erich Tümmel aber vor allem wichtig. Am Nachmittag feierte er er gemeinsam mit ihnen - insgesamt 30 Geburtstagsgäste - im Geburtstagszimmer der Wohnanlage.

Annett Meinke

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