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Geburtstags-Abend mit einem besonderen Versprechen

Grevesmühlen Geburtstags-Abend mit einem besonderen Versprechen

Die OZ lud gestern Leser zum Feiern ins Piraten Open Air-Theater ein

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Etwa 200 Leser kamen gestern Abend zur OZ-Party ins Piraten Open Air-Theater Grevesmühlen. Intendant Peter Venzmer (l.) gewährte ihnen einen Blick hinter die Kulissen und erklärte das neue Bühnenbild.

Quelle: Fotos: Jana Franke (5)/karl-Ernst Schmidt(1)

Grevesmühlen. Alte OZ-Ausgaben, alte Fotos von Karl-Ernst Schmidt, leckeres Essen vom Geschäftsführer der adventure-production Grevesmühlen GmbH, Matthias Sievert, gute Musik und ein exklusiver Blick hinter die Kulissen des Piraten Open Air-Theaters: So lässt sich die Feier mit Lesern gestern Abend anlässlich des 65. Geburtstages der OSTSEE-ZEITUNG kurz zusammenfassen. Fast 200 Gäste waren gekommen, um auf das Jubiläum anzustoßen. „65 ist eine besondere Zahl. Manche gehen in dem Alter in Rente, wir wollen so richtig durchstarten“, verkündete Alexander Loew, Geschäftsführender Redakteur bei der OZ, in seiner Eröffnungsrede.

OZ-Bild

Die OZ lud gestern Leser zum Feiern ins Piraten Open Air-Theater ein

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Am 1. August 1952 ist die erste Ausgabe der OZ gedruckt worden – in einer ganz anderen Qualität und im Entferntesten nicht so aktuell wie heute. Damals wäre es überhaupt nicht möglich gewesen, solch eine Jubiläumsfeier, die am Abend stattfindet, am nächsten Tag im Blatt zu finden. An die Arbeitsweise erinnert sich auch noch Heidrun Bank. Die Gründerin der Kreismusikschule „Carl Orff“ in Grevesmühlen war 1976 als Redakteurin in Grevesmühlen angestellt. „Die Zeitung musste vormittags um 11 Uhr fertig sein“, erzählt die 63-Jährige. An ihren ersten Auftrag kann sie sich noch genau erinnern: eine Umfrage im ehemaligen Versorgungszentrum (VZ). Dort wurde Werkküchenessen ausgeben, „und ich musste die Leute fragen, wie es ihnen schmeckt“, erzählt sie. „Ich hatte Herzklopfen, aber die Leute waren sehr offen, sodass das Eis brach und die Aufregung schnell verflogen war.“ Fünf Monate war sie fest bei der OZ angestellt, dann wurde ihr Sohn krippenunfähig und sie arbeitete weiterhin als sogenannte Volkskorrespondentin (heute: freie Mitarbeiterin). „Es hat Spaß gemacht, und die Arbeit hat mir viel für mein Selbstbewusstsein gegeben“, sagt sie.

Von vielen Menschen umzingelt war gestern die Tischreihe, auf der alte Fotos von Karl-Ernst Schmidt verteilt waren. Michael Prochnow, Leiter des Grevesmühlener Pressehauses, bezeichnete ihn als eine lebende Legende in Grevesmühlen. „Seine Fotos sind ein wichtiger Teil unserer Zeitung“, erklärte er. Und so war „Kolle“ auch gestern wieder mit der Kamera bewaffnet, um sein Archiv aufzufüllen. Er hielt unter anderem Gäste im Bild fest, die das OZ-Lied sangen, das Tommy Lehner (55) für das OZ-Jubiläum komponierte. „Mit meiner OSTSEE-ZEITUNG ist das Frühstück erst komplett“ heißt es darin unter anderem. Der Meinung ist auch Lara Peter (16), die morgens nach eigenen Angaben zwar nicht so viel Zeit zum Lesen habe, aber den Lokalteil immer durchblättere.

Seit fast 40 Jahre sind Ilona und Klaus Dextor aus Grevesmühlen Abonnenten der OZ – und zufriedene Leser, wie sie sagen. Ilona Dextor hat sich gestern sogar auf einem der alten Fotos von „Kolle“

entdeckt. „Damals habe ich noch in der Spowa (Sportwarenabteilung, Anm. d. Red.) gearbeitet“, erinnerte sie sich.

Einen Blick auf das neue Bühnenbild der Piraten gewährte den Lesern Intendant Peter Venzmer. Die wurden nicht nur kulturell, sondern auch kulinarisch verwöhnt: Geschäftsführer Matthias Sievert, der einst den Beruf des Kochs erlernte, stand persönlich am Herd. Er verarbeitete 45 Kilogramm Hähnchenfleisch, 13,5 Kilo Gemüse, 10 Kilo Reis, 15 Kilo Kartoffeln, 20 Kilo Partyfrikadellen und fünf Kilo Mayonnaise zu einem leckeren Büfett. Und dann gab es da noch ein Versprechen des Intendanten, bei dem besonders Journalisten die Ohren spitzen: „Bevor ich das Theater irgendwann verlasse, hole ich noch Helene Fischer her.“ Wir, die OZ, nehmen ihn beim Wort – und werden berichten, wenn Helene Fischer im Piratenkostüm ein Lied schmettert – aktuell natürlich.

Blick in die Vergangenheit

Die erste Ausgabe der OZ erschien am 1. August 1952. Die Älteste, die im Grevesmühlener Stadtarchiv zu finden war und die uns Archivar Alexander Rehwaldt freundlicherweise zur Verfügung stellte, ist vom 12. August 1952. Dort wird unter anderem von

einen Dorfabend in Plüschow unter der Überschrift „In Plüschow entfaltet sich ein frohes Kulturleben“ berichtet. Auch die Landwirtschaft durfte auf der Seite nicht fehlen: „Werktätige Bauern in Pötenitz hatten große Erfolge. Viele Kollegen erfüllten Soll in tierischen Produkten vorfristig.“ jf

Jana Franke

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Leiter Lokalredaktion: Michael Prochnow
Telefon: 0 38 81 / 78 78 10
E-Mail: grevesmuehlen@ostsee-zeitung.de

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