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Grevesmühlen Geld für das gelungene Netzwerk
Mecklenburg Grevesmühlen Geld für das gelungene Netzwerk
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00:00 06.05.2017
Bad Kleinen

Die 64224 Euro vom Land kommen dem Netzwerk „Frühe Hilfen“ in Nordwestmecklenburg sehr gelegen. „Wir freuen uns, damit unsere Unterstützung für Familien längerfristig sichern zu können“, sagte Anna Olschewski, Koordinatorin in der Kreisverwaltung, bei dem Treffen mit Sozialministerin Stefanie Drese (SPD) in Bad Kleinen.

Das Elterncafé „Mama’s Rockzipfel“ hatte die Ministerin auf Vorschlag der Kreisverwaltung als Übergabeort des Fördermittelbescheids gewählt, „weil ich das Café für eine tolle Idee halte und mir das Projekt anschauen wollte“. In der Tat sei Bad Kleinen nicht nur eine prosperierende, sondern auch eine sehr aktive Gemeinde, erklärte Karla Krüger. Das gelte besonders für den sozialen Bereich, so die stellvertretende Landrätin und Leiterin des Fachdienstes Jugend, Soziales, Bildung und Gesundheit. Und Beate Dellin, zuständig für das Sachgebiet Jugend, bestätigte: „Der Arbeitslosenverband Bad Kleinen war einer der ersten, der sich am Netzwerk ,Frühe Hilfen’ beteiligt hat.“ Ihr habe schon der Name, „Mama’s Rockzipfel“, gefallen, sagte Drese, die selbst zwei Kinder hat. Annett Lehmkuhl, Leiterin der Kita „Uns’ Flinkfläuter“ und Initiatorin des Elterncafés: „Wir verstehen uns als Türöffner. Neu zugezogene Eltern kennen die richtigen Ansprechpartner oft nicht.“ Sie hätten aber Scheu, sich ans Jugendamt zu wenden. „Im Elterncafé gibt es diese Hemmschwelle nicht“, erklärte Lehmkuhl. Dort könnten die Eltern reinschnuppern, sich mit anderen austauschen und bekämen Informationen. „Das Ziel war von Anfang an, dass sich aus den Eltern eine Gruppe bildet, wo sich alle untereinander helfen und uns dann gar nicht mehr brauchen“, sagte Beate Dellin. Zuvor sei das Elterncafé eine Hilfe, das Klientel, das Unterstützung des Jugendamtes benötigt, zu erreichen.

„An den zwei Tagen, die das Elterncafé geöffnet ist, wird es gut angenommen“, sagte Bürgermeister Joachim Wölm (Die Linke). Er ist selbst Mitglied im Arbeitslosenverband seiner Gemeinde „und stolz, dass wir einer der Kooperationspartner im Netzwerk ,Frühe Hilfen’ sind“. Lea Aileen Künz (13) und Julia Mannerow (12) hatten noch eine Hausaufgabe zu erledigen: Für den Schulkursus „Regionalfernsehen Bad Kleinen“ sollten die Schülerinnen der Regionalen Schule die Ministerin interviewen. Julia an der Kamera, Lea Aileen am Mikrofon. Freundlich beantwortete Stefanie Drese die Fragen, erklärte ihre Aufgaben und warum sie nach Bad Kleinen gekommen war. Die beiden Schülerinnen hatten sich für den Kursus entschieden, „einfach, weil wir es einmal ausprobieren wollten“, sagte Lea Aileen. „Das war das erste Mal, dass ich mit einer Ministerin gesprochen habe, das war schon ziemlich aufregend“, sagte die 13-Jährige.

Sylvia Kartheuser

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