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Grevesmühlen Kita soll mehr Betreuungsplätze bekommen
Mecklenburg Grevesmühlen Kita soll mehr Betreuungsplätze bekommen
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16:36 08.11.2018
Die Kita „Kleine Strolche" in Damshagen. Für eine Erweiterung der Betreuungsplätze und aus baulichen Gründen soll ein Neubau geschaffen werden. Quelle: MALTE BEHNK
Damshagen

Die Kita „Kleine Strolche“ in Damshagen soll auf ihrem Gelände an der Waldstraße einen Neubau erhalten, in dem 45 Kindergartenkinder und 18 Krippenkinder betreut werden können. Das haben die Gemeindevertreter beschlossen. Die Amtsverwaltung soll nun Gespräche mit dem Landkreis darüber intensivieren und nach Möglichkeiten der Finanzierung suchen.

„Ein Ausbau oder Umbau würde bedeuten, dass eine neue Betriebserlaubnis erteilt werden muss“, erklärte Bürgermeisterin Mandy Krüger in der Sitzung. „Es müssten dann auch alle gesetzlichen Vorgaben und Regelungen, die das Gebäude betreffen, eingehalten werden.“ Derzeit habe das Kitagebäude Bestandsschutz, auch wenn nicht alle Vorgaben zur Barrierefreiheit und zur Ausstattung erfüllt werden.

Neubau könnte zwei Millionen Euro kosten

Vor knapp einem Jahr hat die Gemeindevertretung in Damshagen einen Grundsatzbeschluss gefasst, dass die Kapazität in der Kindertagesstätte „Kleine Strolche“ erweitert werden soll. Für einen Neubau an der Waldstraße stehen Kosten von zwei Millionen Euro im Raum. Ein Um- oder Ausbau wäre eventuell für 500 000 Euro machbar, könnte aber auch eine Verringerung der Betreuungsplätze mit sich bringen, wie Mandy Krüger erklärte.

In diesem Jahr hatte es eine Begehung der Kita mit Vertretern der Jugendhilfe des Landkreises, des Jugendhilfezentrums „Käthe Kollwitz“ als Träger, der Kitaleiterin, Mitarbeitern des Bauamts und Bürgermeisterin Mandy Krüger gegeben. Dabei wurde deutlich, dass der Giebel im Eingangsbereich durchfeuchtet ist und dass Bodenbeläge ausgetauscht sowie der Wärmeschutz des Bodens verbessert werden müsste. Hinzu kommt, dass im Sinne des Brandschutzes zusätzliche Arbeiten notwendig werden. So müssen voraussichtlich die komplette Elektroinstallation, das Dach und die Heizungsanlage erneuert werden. Auch Barrierefreiheit, die bei neuen öffentlichen Gebäuden inzwischen vorgeschrieben ist, ist nicht gegeben.

Träger der Kita befürwortet Erweiterung

Aktuell hat die Kita „Kleine Strolche“, nachdem im Sommer der Hortbereich geschlossen wurde, zwölf Plätze in der Krippe und 33 Plätze im Kindergarten. Doch der Bedarf wird in den kommenden Jahren steigen. Das sieht der Geschäftsführer des Jugendhilfezentrums Holger Glatz so und auch die Geburtenzahlen sowie die Pläne der Gemeinde, neue Einwohner für etwa 20 Bauplätze zu gewinnen, sprechen dafür. Glatz würde sich sogar für eine Erweiterung der Kita auf 75 Plätze aussprechen.

Dafür wäre das bestehende Kitagebäude an der Waldstraße aber wirklich zu klein. Maximal um 120 Quadratmeter – eine jetzige Wohnung – könnten die Kitaräume vergrößert werden. Das würde nach der heutigen Gesetzeslage aber auch nur für 45 Kindergarten- und 15 Krippenplätze ausreichen.

Geburtenzahlen der Gemeinde

Die Geburtenzahlen der vergangenen Jahre und Bauplätze, die weitere Familien locken sollen, sind ein Grund für die Pläne zur Vergrößerung der Kita.

2014 wurden elf Kinder in der Gemeinde geboren.

2015 gab es sieben Geburten.

2016 wurden 13 Kinder in Damshagen geboren.

2017 wurden acht Geburten gezählt.

Hintergrund ist der gesetzlich festgelegte Flächenbedarf. So sind im Gebäude pro Kind fünf Quadratmeter, bei Kindern unter 2,5 Jahren wegen eines Schlafplatzes sogar sieben Quadratmeter sicherzustellen. Auch die Größe des Außenbereichs wird vorgegeben. So müssen dort pro Kind zehn Quadratmeter zur Verfügung stehen.

Gebaut wurde die heutige Kita an der Waldstraße in den 1970er Jahren von Einwohnern aus Damshagen und bei Arbeitseinsätzen des Nationalen Aufbauwerks (NAW). Wann der Neubau entstehen soll, steht noch nicht fest. In der Amtsverwaltung wurde geschätzt, dass Planung, das Einwerben von Fördermitteln und der Bau etwa drei Jahre dauern könnten. Realistisch wäre derzeit eine Förderung von zwei Dritteln der für die Gemeinde entstehenden Kosten.

Malte Behnk

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