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Gemeinde Gägelow zehrt von den finanziellen Rücklagen

Gägelow Gemeinde Gägelow zehrt von den finanziellen Rücklagen

Entscheidung über die Gebühr für die Turnhallennutzung wurde vertagt / Neue Windanlage auf dem Gemeindegebiet geplant

Gägelow. Finanziell auf Rosen gebettet die Gemeinde Gägelow nicht unbedingt. So weist die Rechnung ein sattes Minus im Ergebnishaushalt für das aktuelle Jahr aus. Knapp 580000 Euro fehlen der Gemeinde mit ihren rund 2500 Einwohnern und den Orten Gägelow, Gressow, Jamel, Neu Weitendorf, Proseken, Stofferstorf, Weitendorf, Wolde und Voßkuhl.

Doch anders als mancherorts, muss die Gemeinde für die Zahlungsfähigkeit keinen Kredit aufnehmen. Sie kann das Defizit aus dem Eigenkapital decken. Auch für den Finanzhaushalt, in dem tatsächlich Geld fließt, besteht keine Gefahr. Lediglich 2400 Euro fehlen dort, bei einer Bilanzsumme von gut drei Millionen Euro. Das seien die Ergebnisse einer konsequenten Haushaltspolitik mit ihrem seit 2006 geltenden Haushaltssicherungskonzept, sagte Kämmerein Kristine Lenschow.

Im Hinblick auf die Zukunft gibt es laut Verwaltung aber Handlungsbedarf. „Sie sind noch zahlungsfähig und damit besser gestellt als viele andere Kommunen. Damit das so bleibt, sollten Sie für die kommenden Jahre nach Möglichkeiten der Optimierung suchen“, warnte Kerstin Lenschow.

Dazu gehören unter andem die Hallengebühren für TSV Gägelow. Der Verein hatte eine deutliche Senkung, beziehungsweise Befreiung von der Nutzungsgebühr der die Turnhalle für Kinder- und Jugendgruppen beantragt. Der Antrag ist bereits vom August. Hintergrund ist die Gebührensatzung, die für die Nutzung der Halle 43 Euro pro Stunde vorsieht. Die wurden allerdings bisher nie bei den ortsansässigen Vereinen, speziell beim TSV, erhoben, da es immer deutliche Ermäßigungen gab.

Der Sportverein beantragt, dass die Kommune nur zwölf Euro pro Stunde bei Erwachsenengruppen und keine Gebühren bei Gruppen mit Kindern und Jugendlichen erheben solle. Damit entgingen der Gemeindekasse rechnerisch knapp 31000 Euro. Grundsätzlich sind die Gemeindevertreter zu einer Förderung bereit, allerdings nicht in dieser Höhe. Nun sollen sich die Fachausschüsse mit dem Thema befassen.

Entgegen des allgemeinen Trends will die Gemeinde, auf deren Territorium sich bereits ein Eignungsgebiet mit zwanzig Anlagen befindet, eine eigene Windanlage haben. Das Thema wurde in die Ausschüsse verwiesen.

 



P. Täufel

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