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Gemeinsam statt einsam: Erste Senioren-WG in Grevesmühlen?

Grevesmühlen Gemeinsam statt einsam: Erste Senioren-WG in Grevesmühlen?

Mit der Idee will die Wohnungsbaugesellschaft neue Wege gehen / Entstehen könnte die Wohngemeinschaft in der Innenstadt

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Im ehemaligen Wohn- und Geschäftshaus in der August-Bebel-Straße in Grevesmühlen könnte eine Senioren-WG entstehen.

Quelle: Jana Franke

Grevesmühlen. Mit der Idee einer Senioren-Wohngemeinschaft beschreitet die städtische Wohnungsbaugesellschaft (Wobag) in Grevesmühlen ganz neue Wege. Viele verbinden die sogenannte WG — Abkürzung für Wohngemeinschaft — mit Studenten. Aber warum nicht auch im Alter unter einem Dach mit einem Gemeinschaftraum leben? Ob das in Grevesmühlen gewollt ist, das will die Wobag nun herausfinden — und bei Interesse auch umsetzen: im Eckhaus an der Schulstraße/August-Bebel-Straße.

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Mit der Idee will die Wohnungsbaugesellschaft neue Wege gehen / Entstehen könnte die Wohngemeinschaft in der Innenstadt

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Mieterfest

Für die Bewohner des Wohngebiets „Am Wasserturm“ veranstaltet die Wobag am 21. Mai von 10 bis 14 Uhr ein Mieterfest mit vielen Überraschungen- Dieses soll als „Entschädigung“ für die Baumaßnahmen gelten, die in den vergangenen Monaten vorgenommen wurden. So wurde ein gesamter Aufgang komplett umgebaut.

Ein erster Anfang soll am Sonnabend bei der Citynacht gemacht werden. Dort will das städtische Unternehmen das Projekt in der Zeit von 16 bis 18 Uhr auf dem Vorplatz des ehemaligen Wohn- und Geschäftshauses in der August-Bebel-Straße 26 vorstellen. „Dazu werden wir Umfragezettel verteilen“, berichtet Wobag-Geschäftsführerin Uta Woge. Somit soll zunächst festgestellt werden, ob das Zusammenleben unter einem Dach überhaupt gewünscht oder in Grevesmühlen denkbar ist und wie die Umsetzung aussehen könnte. „Wir könnten uns vorstellen, eine solche WG auf einer Etage zu bauen. In der würden vier bis fünf Senioren leben“, so Uta Woge. Die hätten dann ihren eigenen Wohn- und Schlafbereich sowie ein eigenes Bad. Dazu gäbe es eine Gemeinschaftsküche. „So ein Projekt liegt uns sehr am Herzen — wenn das Interesse da ist und sich Menschen finden, die so leben möchten“, erläutert Uta Woge.

Noch in diesem Jahr soll das ehemalige Wohn- und Geschäftshaus abgerissen werden. Als kleinteilige Bebauung soll auf der mehr als 2000 Quadratmeter großen Grundstücksfläche ein Komplex entstehen, der letztlich über drei Etagen insgesamt 16 Wohnungen beherbergt — im Falle einer Senioren-WG entsprechend weniger. Aus dem jetzigen Keller wird eine Tiefgarage. Baubeginn, so die Vorstellung, ist im kommenden Jahr. „Nach heutigen Erkenntnissen wollen wird das Projekt bis Frühjahr 2018 umgesetzt haben“, so Uta Woge. Aber noch steckt alles in den Kinderschuhen, sodass sie auch über Geldbeträge noch nicht reden kann und will, was die Wobag insgesamt investieren wird. Nur so viel steht fest: „Es ist ein höchst interessantes Projekt.“

Werben will das Unternehmen am Sonnabend während der Citynacht auch für das Wohngebiet zwischen dem Rosenweg, der Kleingartenanlage an der Mühle und dem neuen Gebiet „Alte Gärtnerei“, das mitten in der Erschließungsphase ist. Entstehen sollen 21 Grundstücke in einer Größenordnung von 500 bis 1000 Quadratmeter, die ab spätestens November bebaut werden könnten, nachdem sich die Wobag und das Grevesmühlener Planungsbüro Mahnel etwa eineinhalb Jahren mit dem Projekt beschäftigt hatten. Geben Grevesmühlens Stadtvertreter in ihrer nächsten Sitzung grünes Licht, kann im Juni oder Juli mit der Erschließung begonnen werden.

Von Jana Franke

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