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„George“ hilft im Schulalltag

Klütz „George“ hilft im Schulalltag

Regionale Schule Klütz arbeitet seit diesem Schuljahr mit einen Begleithund

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Klütz. „Herzlich willkommen!“ – so werden Schüler, Lehrkräfte und Besucher der Regionalen Schule Klütz begrüßt, denn so steht es in roten Buchstaben groß über dem Eingang. Auf so liebevolle Weise werden in jedem Jahr auch die „Neuen“, also Jungen und Mädchen der künftigen Klassenstufe 5 in Empfang genommen, lange bevor sie zur Schülerschaft der dortigen Orientierungsstufe gehören. „Uns ist es sehr wichtig, dass sich die künftigen Fünftklässler von Anfang an bei uns wohlfühlen“, betont Schulleiterin Jana Malek und verweist auf den jährlich stattfindenden „Tag der offenen Tür“ im Januar und die Einladung zum Sommerfest noch vor dem offiziellen Schuleintritt. Und jeder fünften Klasse werden Schülerpaten zur Seite gestellt, die sie in der Eingewöhnungsphase durch den Schulalltag begleiten.

OZ-Bild

Regionale Schule Klütz arbeitet seit diesem Schuljahr mit einen Begleithund

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„Mit dem Wechsel in die Orientierungsstufe beginnt für die Neuen ein wichtiger Schulabschnitt, in dem die Weichen für die spätere Schullaufbahn gestellt werden“, erzählt Schulleiterin Jana Malek und betont, dass dieser Phase besondere Aufmerksamkeit gewidmet werde. Neben der Vermittlung von Lerninhalten und neuen Arbeitsweisen gehe es um die Förderung von Sach-, Sozial- und Selbstkompetenzen. Darüber hinaus lege man in der Orientierungsstufe sowie im anschließenden Unterricht von Klasse 7 bis 10 Wert auf fächerübergreifenden Projektunterricht sowie auf Maßnahmen der beruflichen Frühorientierung.

Ein weiterer Focus werde auf die gezielte Förderung jedes einzelnen Schülers gelegt. „Im Rahmen der gebundenen Ganztagsschule bieten wir Förderunterricht für Schüler mit Lerndefiziten oder Teilleistungsstörungn wie LRS und Dyskalkulie an.“ Deshalb beschäftige man schon seit zwei Jahren an der Klützer Schule eine Sonderpädagogin für verhaltensauffällige Kinder sowie seit vielen Jahren eine Kollegin mit besonderer Ausbildung für Schüler mit Lese-Rechtschreib-Schwäche.

Wichtiger Bestandteil der Bildungsarbeit an der Regionalen Schule in Klütz sind auch die Vorbereitung und die Teilnahme an verschiedenen Wettbewerben. „Wir beteiligen uns regelmäßig am Geografiewettbewerb, dem Englischwettbewerb ’Big Challenge' oder dem Känguruwettbewerb; leistungsstarke Schüler werden auf die Teilnahme an der Mathematik-Olympiade vorbereitet.“ Im Rahmen des Deutschunterrichtes, so Jana Malek, gebe es in Kooperation mit dem Literaturhaus „Uwe Johnson“ unter anderem den Vorlesewettbewerb oder Buchlesungen und Autorengespräche; im Rahmen des Geschichtsunterrichtes beteilgt sich die Schule am bundesweiten Projekttag zur deutschen Geschichte am 9. November. Die unteren Klassen beschäftigen sich mit Regionalgeschichte und die oberen mit dem Nationalsozialismus, der „Cap Arcona“-Katastrophe und mit der DDR-Geschichte.

Besonders gut findet sie, dass die Regionale Schule Klütz mit ihren etwa 250 Schülern und 21 Lehrern sowie einem Schulsozialarbeiter eine eher kleine Schule ist. Das habe den Vorteil, dass Jeder jeden kennt, was sich auch auf das Schulklima positiv auswirke. „Probleme können so schnell gelöst werden.“ Das und die baulichen Voraussetzungen bieten ideale Lernbedingungen für die Schüler in Klütz, ist die Schulleiterin überzeugt. „Wir haben zwei Schulgebäude mit einer Aula, ein Schülercafè und drei Pausenhöfe sowie sehr gut ausgestattete Fachkabinette für den mathematisch-naturwissenschaftlichen, den Sprach- sowie den Informatikunterricht und seit 2011 eine moderne Zwei-Felder-Sporthalle.“ Besonders stolz ist man darauf, dass die Schule seit 2008 den Titel „Umweltschule in Europa“ tragen darf. Im Mittelpunkt der Projektarbeit dazu steht in den letzten Jahren Generationen verbindendes Lernen und die Gestaltung eines lernfreundlichen und naturnahen Schulgeländes unter dem Motto „Pausentraum“, das bereits in der Umsetzungsphase ist und für das es drei Sterne von der Deutschen Gesellschaft für Umwelterziehung gab. „Ziel ist es, unsere drei Pausenplätze zu Lern- und Erholungsorten im Grünen umzugestalten, die sich an den Bedürfnissen der Schüler orientieren und der Entwicklung zur umweltverträglichen Schule gerecht werden“, erläutert die Schulleiterin und betont, dass man Schule als Lern- und Lebensort verstehe, der sich ständig verändere.

Und noch etwas ist weit und breit einzigartig: Seit einem halben Jahr bereichert Schulbegleithund „George“ den Alltag an der Regionalen Schule Klütz. Er unterstützt die Arbeit der Pädagogen, indem er allgemeine Kompetenzen wie Regelverständnis, Zuverlässigkeit, Verantwortung, aber auch Entspannung und Konzentration fördert.

Ganztagsschule

Die Regionale Schule Klütz ist eine gebundene Ganztagsschule mit Nachmittagskursen an drei Tagen pro Woche. In den Kursen werden Freizeitaktivitäten oder Förderung angeboten. Für viele der Freizeitangebote gibt es Kooperationspartner wie die Feuerwehren oder Sportvereine aus der Umgebung oder die Musikschulen vor Ort. Außerdem bieten die Lehrer eigene Kurse in Sport, Kunst und Nachhilfe an. Darüber hinaus gibt es individuelle Lernzeiten mit einer 20-minütigen Lesepflicht.

Sport an der Schule

Eine gute Schule braucht guten Schulsport und die entsprechenden Bedingungen dafür. Deshalb arbeiten Schüler, Eltern, Lehrer und Schulträger gemeinsam daran, die Schule als bewegungsfreudige und gesundheitsbewusste Einrichtung zu gestalten. Im Rahmen des Projektes „Bewegte Pause“ wurde der hintere Schulhof mit Sport- und Spielgeräten ausgestattet, die auch außerhalb des Sportunterrichts zu körperlichen Aktivitäten einladen. Außerdem gibt es Spielsporttage, ein Sportfest, Schwimmlager und die Teilnahme an „Jugend trainiert für Olympia“.

Schülerfirma

Die Schülerfirma Mc Break ist seit einigen Jahren ein fester Bestandteil der Bildungsarbeit. Damit sollen berufliche aber auch gesellschaftliche und soziale Kompetenzen der Schüler gestärkt werden. Jeden Dienstag und Donnerstag versorgt die Firma Mc Break die Mädchen und Jungen in Klütz mit Speisen und Produkten wie Sandwiches, Würstchen oder Salaten. Außerdem organisiert die Schülerfirma Caterings für Veranstaltungen in Klütz und Umgebung. Die Schülerfirma McBreak war eine der ersten des Landes und wurde im April 2005 gegründet. Sie besteht aus elf Mitgliedern.

Berufsfrühorientierung

Wichtiger Bestandteil der Arbeit an der Regionalen Schule Klütz ist die Berufsfrühorientierung ab der 7. Klasse in Zusammenarbeit mit dem SR Bildungszentrum der Hansestadt Wismar. Dort werden die Neigungen und Kompetenzen der Schüler ermittelt, um die Mädchen und Jungen an zehn Werkstatttagen in Klasse 8 gezielt fördern zu können. Dazu lernen die Schüler drei unterschiedliche Berufsfelder kennen, um sie in ihrer Berufswahl-Kompetenz zu stärken sowie allmählich Berufswünsche zu entwickeln. In den Klassen 9 und 10 werden dann Praktika in Unternehmen durchgeführt.

Gabriele Skorupski

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