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Grevesmühlen Gewichtsbeschränkung für Fahrzeuge am Bleicherberg?
Mecklenburg Grevesmühlen Gewichtsbeschränkung für Fahrzeuge am Bleicherberg?
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00:00 08.02.2017
Viele Lkw-Fahrer nutzen die Straße am Bleicherberg trotz Verbotsschildern und zur Verfügung stehender Umgehungsstraße, um schneller ins Gewerbegebiet Nordwest zu gelangen. Die Anwohner sind vom Brummi-Verkehr genervt. Quelle: Foto: Jana Franke

Die Stadt Grevesmühlen ist weiter auf der Suche nach einer Lösung für die Lkw-Problematik am Bleicherberg. In der Stadtvertretersitzung ist am Montagabend eine Teileinziehung der Straße diskutiert worden. Ergebnis: Der gestellte Antrag, den Verkehr auf Fahrzeuge mit einem zulässigen Gesamtgewicht bis zu 3,5 Tonnen zu beschränken, wurde zunächst für weitere Beratungen in den Hauptausschuss zurückgestellt.

Anwohner der Straße in Grevesmühlen beschweren sich über Lkw-Verkehr / Stadtvertreter stellen Antrag in den Ausschuss zurück

Mehrere Stadtvertreter hatten ihre Bedenken geäußert, welche Folgen die beantragte Beschränkung haben könnte. „Ein zugelassenes Gesamtgewicht von maximal 3,5 Tonnen ist viel zu wenig für diese Straße. Anwohner mit größeren Geländewagen oder auch Transportern erreichen diese Marke schnell“, meinte Thomas Krohn (CDU). Auch für Multicars, die unter anderem für die Straßenreinigung eingesetzt werden, müsste eine Sonderregelung geschaffen werden, betonte der Fahrschullehrer. Denn diese würden laut Krohn etwa 4,2 Tonnen wiegen. „Eigentlich müsste man dann auch den gesamten Innenstadtbereich auf 3,5 Tonnen beschränken“, gab Krohn zu bedenken. Er bekräftigte seinen bereits geäußerten Vorschlag, den Verkehr am Bleicherberg für Fahrzeuge bis zwölf Tonnen freizugeben. So seien auch Möbel- oder Müllwagen berücksichtigt. Diesen Vorschlag lehnte Stadtvertreter Volkmar Schulz (Die Linke) entschieden ab. „Ich habe mir von einem Entsorgungsunternehmen sagen lassen, dass Müllfahrzeuge bis zu 26 Tonnen wiegen. Dann brauche ich auch gar keine Regelung mehr“, sagte Schulz. Er schlug vor, dem Verbotszeichen ein Zusatzschild zu verpassen, das dem Lieferverkehr die Zufahrt ermöglicht.

„Der Bürgermeister sollte eine geeignete Zusatzregelung zur 3,5-Tonnen-Beschränkung finden“, meinte Schulz. Er verwies dabei auch auf die Klützer Schloßstraße, in der genau diese Maßnahme funktioniere. „Wenn wir mit der Beschränkung auf 3,5 Tonnen scheitern, dann sehen wir weiter“, sagte Schulz.

Der Abgeordnete Stefan Baetke (SPD) beantragte schließlich, die Beschlussvorlage zurückzustellen. „Ich weiß nicht, was ein Kurierfahrzeug und dessen Ladung wiegt. Deshalb sollten wir die Fahrzeuge festlegen, die die Straße nutzen dürfen“, meinte Baetke. Die Mehrheit folgte dem Antrag. Nun soll das Thema in der nächsten Sitzung des Hauptausschusses noch einmal beraten werden.

Hintergrund: Anwohner beschweren sich schon seit einigen Jahren über den Brummi-Verkehr in der Straße am Bleicherberg. Die Lkw nutzen die Strecke trotz aufgestellter Verbotsschilder, um ins Gewerbegebiet Nordwest zu gelangen. Dabei steht eine Umgehungsstraße zur Verfügung. Doch vielen Fahrern dient die Route über den Bleicherberg als Abkürzung – genauso wie der Vielbecker Weg (die OZ berichtete).

Ohne große Diskussionen haben die Stadtvertreter dagegen die Satzungen verabschiedet, die den Neubau zweier Discounter-Märkte in Grevesmühlen betreffen. Wie berichtet, will Penny an der Kreuzung Wismarsche Straße/B 105 seine bestehende Filiale abreißen und neu bauen. Gleiches gilt für Norma mit seinem Markt an der Klützer Straße.

Daniel Heidmann

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