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Grevesmühlen Grenzgeschichte zum Anfassen
Mecklenburg Grevesmühlen Grenzgeschichte zum Anfassen
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00:00 09.02.2018
Jürgen Gieseler und Ingrid Schatz vom Vereinsvorstand zeigen historische Grenzbilder. Quelle: Fotos: Wolfgang Maxwitat

Unter dem Beifall begeisterter Besucher ist die Grenzdokumentationsstätte in Schlutup jetzt wiedereröffnet worden. Das renovierte und mit neuen Vitrinen versehene Museum feierte den Tag mit der Teilnahme an dem Leitprojekt „Grenzgeschichte(n)“ der Metropolregion Hamburg.

Mittlerweile gibt es die Berliner Mauer so lange nicht mehr, wie es sie einst gab: 28 Jahre und drei Monate. Ein guter Grund, der geschichtsträchtigen Zeit vor und nach der Grenzöffnung des damaligen Zwei-Staaten-Deutschlands zu gedenken. Gefeiert werden sollten nicht nur die beendeten Renovierungsarbeiten und die neuen Ausstellungsvitrinen, sondern auch die neue Internationalität der Grenzstätte. Denn von jetzt an können Touristen sich auch in englischer und französischer Sprache über die vorhandenen Stücke informieren. „Wir sind kein reguläres Museum – das wollen wir auch gar nicht sein: Wir wollen Ausstellungsstücke zeigen, die man anfassen kann“, sagte Ingrid Schatz, 1. Vorsitzende der Grenzdokumentationsstätte. „Ich bin 1983 nach Lübeck gekommen – da war hier in Schlutup die Welt zu Ende. Hier habe ich auch die Grenzöffnung erlebt. Ich glaube einfach, dass es sehr wichtig ist, diese Entwicklung, diese Teilung Deutschlands nicht zu vergessen“, erzählte Besucherin Brigitte Hörnschemeyer und blickte auf die in Miniatur dargestellte Grenze rund um Schlutup. Für sie sei es „ein beengendes Bild“. Die frühere Grenze hätte sich eingebrannt ins Gedächtnis derer, die den Fall der Mauer erlebt haben, betonte Ingrid Schatz: „Das alles muss im Gespräch bleiben und darf nicht vergessen werden.“

Ab heute ist das Grenzmuseum wieder freitags und sonnabends von 14 bis 17 Uhr sowie sonntags von 11 bis 17 Uhr für Besucher geöffnet. Es befindet sich am Ortseingang von Schlutup Richtung Selmsdorf.

Josephine Andreoli

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