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Grevesmühlen Grevesmühlen richtet Folklore-Festival aus
Mecklenburg Grevesmühlen Grevesmühlen richtet Folklore-Festival aus
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00:22 16.05.2018
„„Wir haben uns lange bemüht, das Fest nach Grevesmühlen zu holen. Letztlich ist es der Stadt zu verdanken, dass es hier stattfindet.“Eckart Redersborg (81) Heimatverein Grevesmühlen
Grevesmühlen

Ein Stück Heimat am Körper und in den Füßen – so könnte das Fest, das Grevesmühlen am 25. und 26. Mai bevorsteht, kurz umschrieben werden. Das erste Mal seit mehr als zehn Jahren ist die Stadt erneut Ausrichter des Landestanz- und Trachtenfestes. „Wir bemühen uns seit Jahren, das Fest wieder in die Stadt zu holen“, gesteht Eckart Redersborg vom Heimatverein Grevesmühlen. Am liebsten hätte der 81-Jährige dieses Event bereits zum 200. Geburtstag von Luise Reuter im vergangenen Jahr in Grevesmühlen gesehen, aber sämtliche Anstrengungen seien beim Heimatverband Mecklenburg-Vorpommern ins Leere gelaufen, erzählt er. „Letztlich ist es der Stadt und allen voran dem Bürgermeister Lars Prahler zu verdanken, dass das Fest hier stattfindet“, resümiert er. Stadt, Heimatverein und Heimatverband fanden schließlich zusammen – und am Wochenende nach Pfingsten ist es nun so weit.

Stadt lädt zum Landestanz- und Trachtenfest

Erwartet werden um die 240 Teilnehmer, insgesamt 18 Gruppen. „13 sind aus Mecklenburg-Vorpommern. Durch langjährige Verbindungen konnten wir auch Gruppen aus Schleswig-Holstein gewinnen“, freut sich Eckart Redersborg. Sie alle treffen am Sonnabend, dem 26. Mai, um 10 Uhr auf dem Sparkassenplatz zusammen (dafür wird der Sandparkplatz gesperrt), um gemeinsam zum Marktplatz zu marschieren. Dort erwarten das Publikum viele Vorführungen. Im 15-Minuten-Rhythmus werden die Gruppen ihr Bekenntnis zu Heimat und Tradition in tänzerischer Form präsentieren. Auch am Krähenbrunnen gibt es einiges zum Schauen, dort bietet Angret Redersborg ab 12.30 Uhr die Möglichkeit zum gemeinsamen Tanzen an. Ein Abschlusstreffen wird es um 15 Uhr auf der Bürgerwiese geben, auf der alle 240 Teilnehmer gemeinsam ihr Können zeigen.

Bereits einen Tag zuvor werden alte Bräuche in den Mittelpunkt gerückt. Um 15 Uhr hält Volker Janke vom Freilichtmuseum für Volkskunde Schwerin Mueß einen Vortrag im Städtischen Museum, der den Auftakt zur Eröffnung der Sonderausstellung „Trachten in Mecklenburg-Vorpommern“ und letztlich zum Folklore-Festival bildet.

Stadtfest wirft Schatten voraus

Auch das Stadtfest wirft seine Schatten in Grevesmühlen voraus. Los geht es am Freitag, dem 15. Juni. Das Abend-Programm auf dem Markt – organisiert von der Wobag, den Stadtwerken und der Stadt – wird von der Rostocker Karat-Tribut Band „Seelenschiffe“ bestimmt.

Höhepunkt der Festwoche ist einen Tag später der Umzug durch die Stadt mit vielen Vereinen, Institutionen und Unternehmen. Am Abend entführt die „Skyline Band“ auf dem Marktplatz in eine Welt aus fünf Jahrzehnten Rock & Pop-Geschichte. Und – so viel sei verraten – es wird auch wieder ein Feuerwerk geben. Das Himmelsspektakel hat im vergangenen Jahr im Nachhinein ein wenig für Ärger gesorgt. Vom Rathausdach gezündet, haben Raketen-Reste Schäden an Fahrzeugen in der näheren Umgebung verursacht. Die Stadt reagiert in diesem Jahr und erweitert das Parkverbot rund um das Rathaus weiträumig.

Auch die Tage danach versprechen einen bunten Strauß an Angeboten: Stadtlauf und Sportnachmittag am Ploggensee mit der Stadtmeisterschaft im Bogenschießen (17. Juni), Tag der offenen Tür im Bürgerbahnhof (18. Juni), Fahrradaktionstag (19. Juni), Kino im Bürgerbahnhof und Seniorennachmittag (20. Juni), Triathlon am Ploggensee (23. Juni) mit Public Viewing am Abend im Freibad, wenn Deutschland bei der Fußball-Weltmeisterschaft gegen Schweden ran muss. Den Abschluss der Festwoche bildet traditionsgemäß die Schönbarger Späldäl im Rathaussaal (25. Juni).

Die Vorbereitungen für das Stadtfest laufen, bis ins kleinste Detail ist noch nicht alles durchgeplant. Schließlich muss auch das Finanzielle genau kalkuliert werden. Etwa 30000 Euro lässt sich die Stadt das Fest kosten. „Etwas mehr als die Hälfte werden aus Spendengeldern finanziert“, verrät Bürgermeister Lars Prahler.

Auch wenn sich wie in den vergangenen Jahren bereits einige Unternehmen gefunden haben, die bereitwillig unterstützen, Spenden sind weiterhin willkommen. jf

Jana Franke

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