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Grevesmühlen stockt auf: 16 neue Bauplätze bis Jahresende

Grevesmühlen Grevesmühlen stockt auf: 16 neue Bauplätze bis Jahresende

Die Nachfrage nach Bauplätzen für Eigenheime übersteigt in Grevesmühlen seit einigen Jahren die Nachfrage. Die Stadt will deshalb nachlegen.

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Lars Prahler

Quelle: Nick Vogler

Grevesmühlen. Eigentlich sollten auf dem Areal der ehemaligen Gärtnerei im Norden von Grevesmühlen längst 16 nagelneue Eigenheime stehen. Doch der Schnee bedeckt auf dem Gebiet nur die Ruinen des längst stillgelegten Betriebes. Dabei suchen etliche junge Familien in der Stadt einen Bauplatz. „Ich gehe davon aus, dass bis Ende des Jahres der Prozess endlich abgeschlossen ist“, sagt Grevesmühlens Bauamtsleiter Lars Prahler. „Ziel ist es, dass in diesem Jahr gebaut werden kann.“

Das hätte eigentlich bereits vor Jahren geschehen sollen. Im Dezember 2006 hatte der Hauptausschuss der Stadt grünes Licht für das Vorhaben der Wobag (Wohnungsbausgesellschaft Grevesmühlen) gegeben.

Doch seitdem hatte es immer wieder Probleme mit dem Grundstück gegeben, das zwischen den Eigenheimen am Rosenweg und der Rückseite des Supermarktes an der Klützer Straße liegt. „Das größte Problem war das Schallgutachten“, erklärt der Bauamtsleiter. Denn in direkter Umgebung gibt es nicht nur den Supermarkt sondern auch einen Landwirtschaftsbetrieb. Ein erstes Gutachten in Sachen Schall war hinfällig, nachdem sich der Genehmigungsprozess in die Länge gezogen hatte. Im vergangenen Jahr hatte die Stadt schließlich ein neues Gutachten beim Tüv Nord in Auftrag gegeben. „Und das kam am 26.

Februar bei uns an“, so Prahler.

Die Erkenntnisse dieses Gutachtens sind die Grundlage für ein Gespräch, das heute zwischen der Stadt und dem Landwirtschaftsbetrieb stattfinden soll. Laut Prahler gehe es dabei um einige Eckpunkte in Sachen Geräuschaufkommen. „Das Unternehmen hat bereits zugesagt, dass neue Lüfter installiert werden. Und auch die übrigen Punkte werden wir gemeinsam klären“, gibt sich der Bauamtsleiter zuversichtlich.

Fest steht, dass durch den Vorhabenträger, ein Tochterunternehmen der Wobag, eine Schallschutzwand errichtet werden muss. Unklar ist derzeit allerdings noch, wo genau und in welcher Höhe das Bauwerk errichtet werden muss. „Aber die Erfahrungen mit dem Wohngebiet West II haben dazu geführt, dass wir in Sachen Schallschutz genau hinschauen müssen“, sagt Lars Prahler. Daher habe es auch die lange Verzögerung gegeben.

Neben den 16 Bauplätzen für Eigenheime sollen in naher Zukunft noch weitere in unmittelbarer Nähe folgen. Die Stadt erschließt dort selbst ein neues Wohngebiet. Laut Aussage aus dem Bauamt werde es bis zur Freigabe jedoch noch einige Zeit dauern. „Es werden definitiv nicht zwei neue Wohngebiete gleichzeitig eröffnet“, so Prahler.

Die Stadt setzt bei den Plänen für die Baugebiete vor allem auf Familien von außerhalb. Denn die vergangenen Jahre haben gezeigt, dass die Bevölkerungszahl stagnierte, solange es genügend Bauplätze in Grevesmühlen gab. In den vergangenen Jahren hingegen sank die Einwohnerzahl, nachdem die neuen Gebiete in West II sowie am Bahnhof weitestgehend ausverkauft waren.

Grevesmühlen braucht junge Familien
2010 gab es in Grevesmühlen noch 2545 Ein- bis Zweipersonenhaushalte, deren Angehörige über 60 Jahre alt waren. 2015, so eine Prognose aus dem Integriertem Stadtentwicklungskonzept, werden es 2614 sein.

Grevesmühlen gehört in der Region zu den Kommunen mit dem höchsten Altersdurchschnitt. Um mehr junge Familien in die ehemalige Kreisstadt zu locken, sollen neue Baugebiete geschaffen werden. Doch der Platz dafür ist knapp, die Stadt hat seit der Wende 1990 schon deutlich ihre Grenzen verschoben.

Michael Prochnow

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Bisherige Probleme hatten die Bauarbeiten auf dem Gebiet der ehemaligen Gärtnerei in Grevesmühlen zuletzt verhindert.

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