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Grevesmühlen Grevesmühlens Ordnungsamtsleiter geht in den Ruhestand
Mecklenburg Grevesmühlen Grevesmühlens Ordnungsamtsleiter geht in den Ruhestand
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03:43 31.08.2013
Einsatz zum Abschied: Die Freiwillige Feuerwehr „rettete“ den Ordnungsamtschef aus seinem Büro. Quelle: Klaus Lonkowski
Grevesmühlen

Feueralarm im Grevesmühlener Rathaus! Gestern um 8.45 Uhr mussten sämtliche Mitarbeiter ihrer Büros verlassen. Allerdings brannte es nicht in der Verwaltung, die Feuerwehr verabschiedete Ordnungsamtsleiter Klaus Welzer auf ihre Weise. Der 59-Jährige wurde an seinem letzten Arbeitstag aus seinem Büro getragen. Nach fast 23 Jahren verabschiedet sich der Grevesmühlener aus dem Rathaus, er geht in die passive Phase der Altersteilzeit. Nachdem die Feuerwehr Klaus Welzer, der auch für den Brandschutz zuständig war, aus dem Haus getragen hatte, lud Bürgermeister Jürgen Ditz seinen Mitarbeiter noch einmal in sein Büro, um ihn im Kreis der Fachdienstleiter offiziell zu verabschieden. Seine Stelle wird aufgrund von Sparmaßnahmen nicht wieder besetzt. Der Bauhof wird dem Bauamt zugeordnet, ansonsten übernimmt Hauptamtsleiterin Pirko Scheiderer die Aufsicht über den Bereich, den der 59-Jährige fast 23 Jahre lang geleitet hat. Am 24.

Oktober 1990 wurde der Maschinenbauingenieur von der Stadtvertretung auf den Posten gehoben. „Vorher habe ich beim KGW (Klement Gottwald Werk) und später beim KfL (Kraftfahrzeugbetrieb für Landtechnik) in Kalkhorst gearbeitet.“ Da abzusehen war, dass die DDR-Betriebe nicht lange durchhalten würden, bewarben sich die Mitarbeiter anderweitig. Und Klaus Welzer bekam die Stelle im Rathaus, absolvierte einige Lehrgänge und fuhr schließlich nach Ahrensbök zur Partnergemeinde. „Der Ordnungsamtsleiter hat mit alles erklärt, am Anfang habe ich kein Wort von dem verstanden“, blickt der 59-Jährige heute zurück.

Zum Abschied gab es von den Kollegen ein Buch mit zahlreichen Fotos und Erinnerungen an die vergangenen Jahre. Viele Fotos von Klaus Welzer gibt es allerdings nicht. In den Vordergrund hat er sich nie gedrängt. Aber hinter der rauen Schale, an der sich auch einige Bürgermeister die Zähne ausbissen, steckt ein sympathischer Kern. Das wurde auch gestern wieder deutlich, als in kleiner Runde einige Erinnerungen wieder hochkamen. Wie jene an den Schwan auf der B 105. „Ich war mit Charlie Dose draußen und musste ihn wieder einfangen. Das hat eine Weile gedauert, anschließend haben wir ihn auf den Bauhof gebracht, wo es einen kleinen Tümpel gab. Nach zwei Tagen hatte er den Schreck verdaut und ist weitergeflogen.“ Und was macht der Ordnungsamtsleiter jetzt mit seiner freien Zeit? „Der Fußball wird mich wohl noch mehr in Anspruch nehmen, als es bisher der Fall war.“

M. Prochnow

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