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Grevesmühlen Hochwassergefahr: Buhnen am Strand von Timmendorf
Mecklenburg Grevesmühlen Hochwassergefahr: Buhnen am Strand von Timmendorf
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00:00 24.10.2016

Für den Küstenschutz im Bereich Timmendorf haben sich die Poeler Gemeindevertreter ausgesprochen (Zehn Ja-Stimmen, einmal Nein, zwei Enthaltungen). In Höhe des Campingplatzes – etwa 300 bis 400 Meter hinter der Mole in Richtung Neuhof – sind Buhnen auf einer Länge von rund 1,3 Kilometer vorgesehen.

Die Kosten belaufen sich auf knapp eine Millionen Euro. 80 Prozent werden durch das Land gefördert. Damit kommen auf die Gemeinde rund 200 000 Euro zu. Mit der Zustimmung der Gemeindevertreter kann jetzt ein Förderantrag gestellt werden.

Ob 2017, 2018 oder 2019 gebaut wird, „steht in den Sternen“, so Bodo Köpnick. Für den Vorsteher der Gemeindevertretung steht aber fest: „Für den Küstenschutz in Timmendorf müssen wir was tun.“ Die größte Schwachstelle befindet sich am Ende des Campingplatzes in Höhe der Surfschule.

„Die Gemeinde steht in der Verantwortung für die hinter der Düne liegenden Bauwerke und Grundstücke, Schutz- und Sicherungsmaßnahmen herbeizuführen“, wird der Antrag auf Förderung begründet. „Es bestehen auch unsererseits erhebliche Sorgen, falls die See mal durchbrechen sollte“, so Thomas Zarncke. Der Vertreter des Umweltministeriums MV hatte zusammen mit Frank Müller vom Staatlichen Amt für Landwirtschaft und Umwelt Westmecklenburg am Montag die Pläne für den Hochwasserschutz in der Sitzung der Gemeindevertreter erläutert.

Timmendorf-Nord befindet sich zwar im Außenbereich, doch eine neue Richtlinie des Landes rechtfertigt den Küstenschutz, weil sich dort mit dem Campingplatz eine Bebauung befindet. Voraussetzung ist allerdings, dass sich die Gemeinde an den Kosten beteiligt. Die Chance, dass Poel gefördert wird, schätzt Referatsleiter Zarncke mit 98 Prozent ein.

Für den Bebauungsplan Campingplatz Timmendorf, der sich in Arbeit befindet, ist der Hochwasserschutz unerlässlich und Bedingung. Auch das wurde den Gemeindevertretern vor der Abstimmung mit auf den Weg gegeben.

Auch wegen der Kosten schlägt Zarncke vor, zunächst mit dem Buhnenbau „den Abschnitt vernünftig zu sichern“. Dann könne man ein, zwei Jahre abwarten, was hinsichtlich der Sedimentablagerungen am Uferbereich durch die Buhnen passiert.

Im zweiten Schritt ist die Verstärkung der Düne im Gespräch. 150000 Kubikmeter Sand kosten einschließlich Baustelleneinrichtung, Spülung, Sieben (mögliche Munitionsreste) und Einbau gut drei Millionen Euro. Wegen der enormen Kosten werde dies zu 95 Prozent gefördert. Die Ostseegemeinde muss aber etwa 150 000 Euro aufbringen. Die Düne soll in dem Fall einem 100-jährigen Hochwasser (2,20 Meter über Normal) standhalten. Die Gesamtbreite der Düne beträgt 30 Meter, die maximale Höhe der Dünenkrone 4,50 Meter über dem Mittelwasser. Nebeneffekt: Der Strand wäre nach der Aufspülung 40 Meter breit. Die schlechte Nachricht: Wie am Schwarzen Busch ist es nur eine Frage der Zeit, bis Wind und Wasser wieder die Düne abtragen. So ist der Verschleißteil der Düne – sieben Meter

– für fünf Jahre ausgelegt. Die Vergrößerung des Verschleißteils der Düne erhöht die Kosten um etwa 100 000 Euro pro zusätzlichem Jahr.

Heiko Hoffmann

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