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Grevesmühlen Hohe Hürden für psychisch kranke Menschen
Mecklenburg Grevesmühlen Hohe Hürden für psychisch kranke Menschen
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15:50 06.05.2016
Freie Therapieplätze bei Psychotherapeuten sind rar. Quelle: Arno Burgi
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Arpshagen

Freie Therapieplätze bei Psychotherapeuten sind rar. „In Deutschland warten psychisch kranke Menschen durchschnittlich mehr als drei Monate auf ein erstes Gespräch bei einem niedergelassenen Psychotherapeuten. Das ist unzumutbar“, heißt es von der Bundespsychotherapeutenkammer. Soweit die Theorie. Die Praxis sieht mitunter aber noch viel schlimmer aus. Drei Monate sind gut gerechnet. Manche warten ein halbes oder sogar ein ganzes Jahr auf einen Termin. Eine Alternative sind private Therapeuten, bei denen Patienten oft schneller einen Therapieplatz bekommen. Aber: Die Krankenkasse muss erst zustimmen, oft übernimmt sie die Kosten nicht - im Gegensatz zu einer Therapie bei kassenärztlichen Therapeuten.

Der Weg zu einem privaten Therapeuten ist lang und nicht einfach: Grundsätzlich kann die Kasse von ihrem Versicherten verlangen, sich ausschließlich von Therapeuten behandeln zu lassen, die eine Kassenzulassung haben. Also muss der Patient zunächst Therapeuten mit Kassenzulassung abtelefonieren – etwa zehn – und der Krankenkasse nachweisen, dass die keine freien Kapazitäten haben. Daneben müssen sie vom Hausarzt oder von einem Facharzt den Beweis erbringen, dass ihre Behandlung unaufschiebbar ist. Erst dann könnte es mit der privaten Praxis klappen – aber auch nicht immer. „Es gibt bestimmte Krankenkassen, die immer ablehnen, und das mit teilweise fadenscheinigen Begründungen, die nicht vom Gesetz gedeckt sind“, erläutert Winfried Schmidt, privater Therapeut in Arpshagen bei Klütz (Nordwestmecklenburg). In dem Fall rät die Bundespsychotherapeutenkammer, immer Widerspruch einzulegen.

OZ

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