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Hotelinvestoren begrüßen Pläne für ein Pflegeheim

Boltenhagen Hotelinvestoren begrüßen Pläne für ein Pflegeheim

Auch Luxusunterkünfte für Urlauber werden im Ostseebad Boltenhagen in Nordwestmecklenburg für ältere Gäste konzipiert. Am Gerücht, ein Hotelinvestor würde sich wegen des geplanten Pflegeheims zurückziehen, ist nichts dran.

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Die Fassade des Pflegeheims auf dem Gelände des alten Sportplatzes in Boltenhagen soll beige und gelb werden.

Quelle: Katharina Kamp, Sto Design

Boltenhagen. Im Ostseebad Boltenhagen im Landkreis Nordwestmecklenburg brodelt wieder die Gerüchteküche. Es verbreitet sich dort die Nachricht, ein Investor, der im Ort ein Hotel bauen möchte, wolle abspringen, weil ihm das geplante Pflegeheim im Ortszentrum nicht passt.

Tatsächlich soll an der Ostseeallee ein Pflegeheim entstehen. Gemeinde, Verwaltung und Investor arbeiten an einem Bebauungsplan für das Projekt und haben sich gerade darüber geeinigt, wie die Fassaden des Pflegeheims aussehen sollen, als das Gerücht im Ort seine Runde machte.

Aktuell sind das Strandhotel, das Tarres Ressort, ein Apart-Hotel und im Ortsteil Redewisch das Hotel Baltischer Hof geplant. Am dichtesten zum alten Sportplatz, auf dem das Pflegeheim mit 90 Plätzen entstehen soll, plant die Manke Projektentwicklungs GmbH aus Henstedt-Ulzburg ein Apart-Hotel. Geschäftsführerin Andrea Manke-Scheppelmann erklärt auf Anfrage überrascht, ihre Firma habe sich nicht beschwert.

Auch Günter Halling, der für die Primus Immobilien AG das Vier-Sterne-Tarres Ressort im Ortsteil Tarnewitz plant, zeigt sich überrascht von der Anfrage wegen einer Beschwerde über das geplante Pflegeheim. „Uns stört so etwas in keinem Fall. Alt werden und dann Pflege zu benötigen, gehört doch zum Leben dazu“, sagt er. „Wir stellen auch unsere Hotelanlagen so her, dass man dort mit Handicap oder im Alter Urlaub machen kann.“

Und auch der Investor des Vier-Sterne-Strandhotels, das fast gegenüber des geplanten Pflegeheims gebaut werden soll, reagiert überrascht auf das Gerücht, das in Boltenhagen und Umgebung die Runde macht. „Wir sehen das total entspannt“, sagt Job von Nell. „ich finde es gut, dass in der Nähe etwas entsteht, auf das ich vielleicht im Alter angewiesen bin."

Malte Behnk

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