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Grevesmühlen Im Mai soll der Bahnhof eröffnet werden
Mecklenburg Grevesmühlen Im Mai soll der Bahnhof eröffnet werden
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00:01 14.01.2017
Im Erdgeschoss wird der Imbiss von Mario Wehr untergebracht, direkt gegenüber ist das Reisecenter, dort gibt es dann wieder Fahrkarten.

Auf ein konkretes Datum will Grevesmühlens Bürgermeister Lars Prahler (parteilos) sich nicht festlegen. Aber: „Ich denke, Mitte Mai können wir das Bahnhofsgebäude eröffnen. Wenn nichts mehr schiefgeht.“ Dann findet eines der ehrgeizigsten Projekte der Stadt ein Ende. 200000 Euro hatte Grevesmühlen 2012 für das Gebäude und die angrenzenden Flächen bezahlt. Bei rund 2,5 Millionen Euro liegen die Sanierungskosten für das Objekt, das durchaus einige Kritiker in Grevesmühlen hat. „Es gab keine Option für dieses Gebäude, es wäre irgendwann nur noch abzureißen gewesen“, sagt Lars Prahler, der viele Jahre das Bauamt der Stadt geleitet und das Bahnhofsprojekt mit vorangetrieben hat.

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Nach fast vier Jahren Verhandlungen und Sanierung gehen die Arbeiten an Grevesmühlens Bahnhof zu Ende

Auf die Kritik an den hohen Kosten antwortet er pragmatisch: „Grevesmühlen entwickelt sich, der Bahnhof ist ein wichtiger Teil davon.“ Denn mit der Aussicht, auf dem ehemaligen Sägewerksgelände ein neues Wohngebiet zu schaffen, bekommt der südliche Teil von Grevesmühlen eine neue Bedeutung. Auch wenn die Mietverträge für alle Räume noch nicht unter Dach und Fach sind, die Nutzung steht. „Mario Wehr wird im Erdgeschoss einen Imbiss eröffnen und er wird auch das Reisecenter übernehmen, so dass wir im Eingangsbereich gut aufgestellt sind.“

Das Jugendzentrum zieht ebenfalls in das Gebäude ein, im Obergeschoss wird das DRK einige Räume beziehen. Die Diakonie hat ebenfalls Interesse angemeldet. Ein Veranstaltungsraum im Erdgeschoss steht ebenfalls zur Verfügung. Das Kunststück bei der Sanierung des Gebäudes bestand darin, die mehr als 100 Jahre alte Struktur des Hauses mit den modernen Anforderungen zu verbinden. „Das war und ist eine Herausforderung“, betont der Bürgermeister. Der Fahrstuhl, der bis ins Dachgeschoss reicht, war eine Mililmeterarbeit. „Er passt genau durch das Fachwerk im Dach, Respekt.“ Um den Brandschutz zu gewährleisten, mussten beispielsweise zwei Treppenhäuser gebaut werden, die von außen nicht zu sehen sind, sich innen in die Struktur des Hauses einfügen.

Historie

Entstanden ist der Grevesmühlener Bahnhof im Zusammenhang mit dem 1865 erfolgten Trassenbau der Bahnstrecke Lübeck-Kleinen. Eigentlich sollte Grevesmühlen statt Kleinen zum Kreuzungspunkt der Ost-West und Nord-Süd Verbindungen der Friedrich- Franz-Eisenbahn ausgebaut werden. Daraus wurde nichts, da die Stadt sich nicht entschließen konnte den dafür notwendigen Grund und Boden abzugeben.

QUELLE: www.bahnhof-grevesmuehlen.de

Michael Prochnow

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