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Imker hoffen auf volle Honigtöpfe

Grevesmühlen Imker hoffen auf volle Honigtöpfe

Sorgen wegen des Bienensterbens sind noch nicht verflogen / Mehr Kunden kaufen direkt beim Bienenzüchter

Grevesmühlen. Der Imkerverein Grevesmühlen ist gut aufgestellt. Die 22 Mitglieder haben mehr als 200 Bienenvölker, die in Grevesmühlen und der Umgebung bis nach Schönberg Blüten bestäuben, damit sich Früchte entwickeln können. Mit Frank Seemann aus Schönberg begrüßte der Vorsitzende Manfred Retzlaff am Sonnabend bei der Vereinsversammlung in Grevesmühlen ein neues Mitglied. In der Gemeinschaft des Imkervereins kann er sich nun auf Unterstützung bei seiner Bienenzucht verlassen.

 

OZ-Bild

Manfred Retzlaff

Quelle:

Unter anderem zählt mit Willi Heidmann aus Stellshagen ein Bienensachverständiger zum Verein. Er betreut derzeit vier Imker, die unter anderem eine Gesundheitsbescheinigung für ihre Bienen brauchen, weil sie mit ihnen wandern möchten.

Sorgen bereitet den Imkern der wieder erlaubte Einsatz des umstrittenen Pflanzenschutzmittels Glyphosat in der Landwirtschaft, das im vergangenen Jahr nicht benutzt wurde. Sie kritisieren außerdem, dass einige Pflanzenschutzmittel zum Teil auf die Blüten des Raps gespritzt werden. Nicht nur Schädlinge, auch die Bienen können dem zum Opfer fallen.

In der Versammlung wurde erklärt, dass man die Polizei verständigen soll, wenn der Verdacht besteht, dass sich Bienen auf einem Acker vergiftet haben könnten. Von der Polizei werde dann das Landesamt für Landwirtschaft, Lebensmittelsicherheit und Fischerei (LALLF) verständigt, das dann kontrolliert, welche Mittel der Landwirt auf den entsprechenden Flächen wann ausgebracht hat. Die Imker des Grevesmühlener Vereins versuchen, Kontakt zu den jeweiligen Landwirten zu halten. „Einige spritzen nachts, so dass morgens das meiste abgetrocknet ist“, sagte Willie Heidmann. Ebenso könne man als Imker seine Bienenstöcke schließen, wenn es die Information vom Landwirt gibt, wann auf den Feldern gespritzt wird.

Neben dem Einsatz von Pflanzenschutzmitteln in der Landwirtschaft beschäftigten sich die Imker mit der Tierseuchenkasse, in die sie regelmäßig einzahlen. Willi Heidmann merkte an, dass das nicht in allen Bundesländern üblich sei. „Einige Bundesländer zahlen das sogar für die Imker“, sagte er. „MV hat auf jeden Fall den höchsten Satz.“ Das müsse über den Landesverband kritisch hinterfragt werden, meinte Heidmann.

Er berichtete aber auch davon, dass Honig direkt vom Imker offenbar immer beliebter wird. „Der Ertrag bei meinen Bienen ist relativ konstant, aber der Honig vom vergangenen Jahr ist schon verkauft“, sagt er. Auch von anderen Imkern habe er gehört, dass Honig momentan knapp sei. Er sieht einen möglichen Grund darin, dass sich viele Menschen heute bewusster ernähren wollen. Sie halten dann am Straßenrand, wo Imker ihren Stand aufbauen, anstatt den Honig aus dem Regal zu kaufen. „Der Honig im Supermarkt wird oft behandelt, beziehungsweise ihm wird etwas entzogen. Das ist bei uns Imkern nicht so“, sagte Heidmann. In sechs bis acht Wochen rechnet er mit dem ersten Honig dieses Jahres.

Von mab

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