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Immer mehr Kunden wollen Wertpapiere

Grevesmühlen/Wismar Immer mehr Kunden wollen Wertpapiere

Sparkasse zieht für Nordwestmecklenburg trotz niedriger Zinsen eine positive Bilanz für 2017

Grevesmühlen/Wismar. Die Kunden der Sparkasse Mecklenburg-Nordwest legen ihr Geld immer häufiger in Wertpapieren an. So ist das von der Sparkasse verwaltete Wertpapiervermögen im vergangenen Jahr um 27,2 Millionen Euro auf insgesamt 181,6 Millionen Euro angewachsen. Das bestätigte Sparkassen-Vorstand Manuel Krastel. So zieht das Geldinstitut eine positive Bilanz für das Geschäftsjahr 2017. Auch das Kreditgeschäft sei weiterhin auf Wachstumskurs.

 

OZ-Bild

Sind mit dem Geschäftsjahr 2017 bei der Sparkasse Mecklenburg-Nordwest zufrieden: Manuel Krastel (re.) und Kay Facklam.

Quelle: Foto: Michaela Krohn

Die Sparkasse in Nordwestmecklenburg setze weiterhin auf den persönlichen Kontakt – „und zwar flächendeckend“, betont Krastel. So werden die insgesamt 18 Filialen mit den 240 Mitarbeitern beibehalten. Es soll keine Schließungen geben. Die Sparkasse am Kagenmarkt in Wismar wird in ein neues Gebäude umziehen und ihre Filiale dort Mitte 2019 eröffnen. Krastel dazu: „Wir würden keine Geschäftsstellen modernisieren, wenn wir in Zukunft vorhätten, uns zurückzuziehen.“ Die Geschäftsstellen seien nach wie vor der wichtigste Kontaktpunkt zu den Kunden. Eine Befragung hätte zudem ergeben, dass sich 90 Prozent der Kunden den persönlichen Kontakt wünschen. Nur etwa zehn Prozent von ihnen würde alle Vorgänge und Beratungen online nutzen.

Nachdem in den Vorjahren unter anderem bereits die Geschäftsstellen Neukloster, Wismar-Wendorf, Schönberg, Lützow und Dassow modernisiert worden waren, lag der Schwerpunkt im Jahr 2017 auf den Geschäftsstellen in Grevesmühlen und Warin.

Knapp 65000 private Girokonten werden bei der Sparkasse Mecklenburg-Nordwest geführt, hinzu kommen etwa 3000 geschäftliche. Allerdings: „Wir bleiben im Niedrigzinsbereich“, betont Krastel. Diese Bestätigung gab auch die Europäische Zentralbank in der vergangenen Woche. Wenn die Zinsen wieder steigen sollten, „dann eher geringfügig. Wir werden weiter auf dem Niedrigzinsniveau bleiben.“ Der Trend im Geldanlegen gehe bei den Kunden immer mehr zu Wertpapieren.

Und: Auch die Sparkasse muss ihr eigenes Geld anlegen. „Wir haben eigene Geldanlagen im Wert von rund 500 Millionen Euro und müssen davon 70 bis 80 Millionen selbst anlegen. Tun wir dies nicht, zahlen wir Strafzins“, sagt Krastel. So lege die Bank ihr Geld ebenfalls vor allem in Wertpapier- und Immobilienfonds an. „Wir machen das mit unserem Geld, was auch unsere Kunden tun.“

Ein Ärgernis sieht der Sparkassenvorstand in der immer weiter ausufernden „Regulatorik“. Eine funktionierende Aufsicht über die Kreditinstitute sei wichtig, auch Verbraucherschutz und Datenschutz nennt der Vorstand als Beispiele für ein hohes Gut.

Michaela Krohn

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