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Interne Konflikte bremsen Entwicklung des Ostseebads

Boltenhagen Interne Konflikte bremsen Entwicklung des Ostseebads

Eine Beratungsfirma hat den Masterplan 2020 von Boltenhagen in Nordwestmecklenburg untersucht. Sie nennt Neid und Missgunst als Hindernisse für die Weiterentwicklung des Ortes.

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Das Ostseebad Boltenhagen in Nordwestmecklenburg soll sich bis 2020 positiv weiterentwickeln. Dem stehen aber Streitigkeiten im Ort entgegen.

Quelle: Behnk, Malte

Boltenhagen. Die Einschätzung klingt erschreckend: Eine Beratungsfirma hat den Masterplan 2020 für das Ostseebad Boltenhagen in Nordwestmecklenburg untersucht und festgestellt, dass zahlreiche Konflikte im Ort die erfolgreiche Entwicklung des Ostseebads behindern. Die diwf Consulting spricht von einem zerrütteten Klima mit Neid und Missgunst.

Diese Konflikte müssten gelöst werden, ansonsten brauche die Gemeinde nicht weiter an dem Masterplan arbeiten. Diesen dringlichen Rat hatte Gemeindevertreter Olaf Claus (Bolte) aufgegriffen und als Beschlussantrag in die Gemeindevertretersitzung eingebracht. Die Gemeindevertreter sollten dabei beschließen, dass entweder vor einer Weiterarbeit am Masterplan mit einem Mediator nach einer Lösung gesucht wird oder dass eine Mediation parallel zur Arbeit am Masterplan durchgeführt wird.

„Das Fazit der Beraterfirma hat mich schon erschreckt, da ich mich auch zu den genannten Akteuren zähle“, sagte Olaf Claus auf Nachfrage. Er sieht als Beteiligte an den internen Konflikten den Bürgermeister, die Gemeindevertreter, die Kurverwaltung sowie Vereine und Verbände.Die größten Konflikte sieht der Gemeindevertreter und ehemalige Bürgermeister auf politischer Ebene. 2009 hätten sich Beschwerden und Differenzen zwischen ihm und der Gemeindevertretung gehäuft.

Claus setzt auf einen Mediator, um die Streitigkeiten zu beseitigen. Dann könne man einen Strich ziehen und ganz neu anfangen.

Kurdirektorin Claudia Hörl findet die sehr kritische Bewertung hilfreich. Sie sieht in der Einschätzung von außen eine Chance für den Ort.

Boltenhagens Bürgermeister Christian Schmiedeberg sah schon bei der Gemeindevertretersitzung Handlungsbedarf. Im Kurbetriebsausschuss solle jetzt überlegt werden, wie man „die Kuh vom Eis“ bekommt.

Malte Behnk

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