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Grevesmühlen Kampf um Wiederaufbau vergebens
Mecklenburg Grevesmühlen Kampf um Wiederaufbau vergebens
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17:11 14.03.2019
An Bardowiek erinnern ein Transformatorenhaus, dessen Aufschrift und alte Obstbäume. Quelle: Jürgen Lenz
Selmsdorf

Nur wenig erinnert an das Dorf Bardowiek: ein Transformatorenhaus, ein Findling, alte Obstbäume, ein Fundament. Erstmals urkundlich erwähnt wurde der Ort 1292 im Ratzeburger Hufenregister. 1525 gab es in dem zwischen Palingen und Selmsdorf gelegenen Dorf sechs Bauernstellen. 1871 existierten dort laut einer Volkszählung zwölf Haushalte mit insgesamt 69 Einwohnern.

Zur DDR-Zeit wurde Bardowiek das Opfer einer Politik, die darauf abzielte, nicht nur im Sperrgebiet kleine Dörfer wegen „Perspektivlosigkeit“ leerzuziehen und Arbeitskräfte in größeren Orten zu konzentrieren. Nichts wurde getan, um Dörfer, wie Bardowiek oder auch das zwischen Lockwisch und Klein Neuleben gelegene Wahlsdorf, zu erhalten. Die von der LPG übernommenen Höfe wurden nach und nach freigezogen, dem Verfall preisgegeben und schließlich abgerissen. In Bardowiek wurde das letzte Gebäude im Frühjahr 1989 abgebrochen.

1993 gründete sich eine „Interessengemeinschaft zum Wiederaufbau abgerissener Grenzdörfer“. Mit federführend waren ehemalige Einwohner von Bardowiek und deren Verwandte. Sie bemühten sich vergeblich darum, dass auf dem Gebiet des geschliffenen Ortes Wohnhäuser errichtet werden dürfen. Behörden und eine Mehrheit der Selmsdorfer Gemeindevertretung erklärten, dies sei aus planungsrechtlichen Gründen nicht mehr möglich. Die frühere Ortslage sei jetzt Außenbereich. Kommentiert wird das mit einer Aufschrift auf dem alten Trafohaus von Bardowiek: „Die Gemeinde Selmsdorf und die Landesregierung verhindern seit der Wende den Wiederaufbau.“ Einen Bardowieker Weg gibt es in Selmsdorf, Wahrsow und Lübeck-Schlutup.

Jürgen Lenz

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