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Kann Kunst die Welt retten?

Plüschow Kann Kunst die Welt retten?

Schloss Plüschow lädt heute Nachmittag zu einem Rundgang durch die Ateliers internationaler Künstler

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Miro Zahra (v. l.) mit den Künstlern Forough Absalan, Paetrick Schmidt, „.aufzeichnensysteme“, Christine Hoffmann und Payvand.

Quelle: Foto: Annett Meinke

Plüschow. Der Titel des Projektes, an dem derzeit im Mecklenburgischen Künstlerhaus Schloss Plüschow verschiedene internationale Künstler arbeiten, heißt tatsächlich: „Nur Kunst kann die Welt retten!“ Ein Titel, der ebenso die am Projekt beteiligten Künstler wie auch die Besucher des ersten öffentlichen Rundgangs durch die Ateliers am heutigen Sonnabend im Schloss „durchaus herausfordern soll“, sagt Miro Zahra, Leiterin des Künstlerhauses.

„Allein die Tatsache, dass Forough Absalan aus dem Iran und Dafna Kaffeman aus Israel gemeinsam hier arbeiten können, macht die Welt doch schon ein wenig besser“, findet Zahra, die im vergangenen Jahr Kunsthäuser in beiden Ländern besucht hat. Dass es bei ihren Arbeiten zum Thema auch eher um das „Kleine geht, das groß sein kann“, sagt auch die in Wien lebende Künstlerin „.aufzeichnensysteme“, die bewusst nur unter diesem Namen auftritt. „Ich empfinde mich mit allem, was ich wahrnehme, tue als eine Aufzeichnende“, erklärt sie. Und auch Paetrick Schmidt, der aus Wismar stammt und in Berlin lebt, und unter anderem Bilder entwirft, deren Ästhetik einem Comic entlehnt scheinen, arbeitet mit dem Widerspruch des Projekttitels zu seinem Gefühl, dass er als Künstler nicht sehr viel zur Lösung der Probleme der Welt beitragen kann. „Die Frage, die ich mir manchmal stelle, ist, ob es das Universum überhaupt interessiert, ob wir die Welt an die Wand fahren oder nicht?“, sagt er.

Forough Absalan aus Teheran präsentiert ein Werk, in dem alles verknotet, verstrickt ist. „Ich habe so oft das Gefühl, nicht wirklich frei zu sein“, sagt sie und fragt sich, ob denn überhaupt irgendjemand in der Welt frei sein kann. Christine Hoffmann, die in Brandenburg lebt, beschäftigt sich mit den Spuren, die Künstler hinterlassen haben.

Ein erster Rundgang durch die Ateliers und eine Begegnung mit den Künstlern im Schaffensprozess ist für heute, den 16. September, in der Zeit von 15 bis 17 Uhr geplant. Ein zweiter Rundgang ist noch einmal am Sonntag, dem 24. September, in der Zeit von 15 bis 17 Uhr möglich. Info: Die Ausstellung wird am 30. September um 17 Uhr eröffnet.

Annett Meinke

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