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Karrierenavigator gibt Studenten neue Perspektiven

Wismar Karrierenavigator gibt Studenten neue Perspektiven

30 Prozent aller Studenten brechen ihr Studium ab. Und was dann? „Dann braucht es einen Plan B“, sagt Doreen Heydenbluth-Peters von der Hochschule Wismar.

Wismar. 30 Prozent aller Studenten brechen ihr Studium ab. Und was dann? „Dann braucht es einen Plan B“, sagt Doreen Heydenbluth-Peters von der Hochschule Wismar. Sie ist Projektkoordinatorin für „ask for chance“, ein Programm, das genau in dieser Situation hilft. „Die Abbruchzahl ist alarmierend und wir haben uns gefragt, wie kommt das?“ Ein Grund: Abiturienten erhalten zu wenige Informationen darüber, dass eine Berufsausbildung eine Alternative ist. Dafür wurde nun der sogenannte Karrierenavigator entwickelt, eine Aktion, die sich an Schüler, wechselwillige Studenten, Eltern und Lehrer richtet. Unter dem Motto „Sie haben die Wahl – Berufsausbildung oder Studium?“ findet am Montag, 7. November, von 15 bis 17 Uhr, die erste Gesprächsrunde im Technischen Landesmuseum Phantechnikum, An der Festwiese 3, statt. „An diesem Tag sollen Ausbildungsmöglichkeiten vorgestellt werden und ein Gesprächsaustausch stattfinden“, erklärt Doreen Heydenbluth-Peters. „Das Museum hat montags Ruhetag, so dass wir Raum für uns haben.“ Eingeladen sind Schüler und Studenten aus dem ganzen Land.

Ein Hauptproblem, warum Studenten abbrechen, sei mangelnde Motivation. „Diese kommt nämlich oft von außen, den Eltern beispielsweise“, erklärt sie. Auch die geforderte Leistung bringe einige an die Grenzen. Viel zu oft werde vergessen, dass eine Ausbildung nach dem Abitur ebenfalls eine Möglichkeit sei – mit der Option zum anschließenden Studium.

Holger Stein, zweiter Vorsitzender des Arbeitskreises Schule Wirtschaft Wismar-Nordwestmecklenburg, der das Projekt mitbetreut, betont: „Es gibt viele Wege zum Ziel und diese wollen wir an dem Nachmittag vorstellen.“ Fachkräfte werden in Nordwestmecklenburg dringend gebraucht. „Wir sehen den Karrierenavigator als Weiterführung unserer Berufsinformationsbörse“, sagt Stein. „Junge Menschen sollen frühzeitig Orientierungshilfe bekommen für einen optimalen Start ins Berufsleben.“

V. Kopp

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