Menü
Ostsee Zeitung | Ihre Zeitung aus Mecklenburg-Vorpommern
Anmelden
Grevesmühlen Katzen-Fall: Tierschützer wehren sich gegen Vorwürfe
Mecklenburg Grevesmühlen Katzen-Fall: Tierschützer wehren sich gegen Vorwürfe
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
00:01 09.04.2016
Die einjährigen Katzen „Maxi“, „Leo“ und „Mini“ (v. l.) sind in Grevesmühlen spurlos verschwunden. Quelle: privat

Seit geraumer Zeit häufen sich die Meldungen darüber, dass Katzen in Grevesmühlen spurlos verschwinden. Eine Leserin äußerte den Verdacht, dass es möglicherweise etwas mit den Frauen zu tun haben könnte, die sich in der Stadt um fremde Katzen kümmern. Eine von ihnen ist Hannelore Schiller.

Zur Galerie
Hannelore Schiller (77) aus Grevesmühlen kümmert sich seit vielen Jahren ehrenamtlich um Katzen in der Region

Die 77-Jährige ist entsetzt über die Vorwürfe. Seit vielen Jahren kümmert sich die Grevesmühlenerin zusammen mit Gleichgesinnten um streunende Katzen im Stadtgebiet und den Umlandgemeinden. „Wir lassen sie kastrieren, bringen sie zum Tierarzt und setzen sie dann genau dort wieder aus, wo wir sie gefunden haben.“ Sie will damit die unkontrollierte Vermehrung bremsen. Niemals würde sie einem Tier etwas zuleide tun. „Ich liebe Tiere, solche Vorwürfe lassen wir nicht auf uns sitzen. Ich möchte dafür eine Entschuldigung.“ Hannelore Schiller und ihre Mistreiterinnen opfern Zeit und Geld in den Schutz der Katzen, eine Kastration kostet 100 Euro, bezahlt wird die Rechnung beim Tierarzt aus der eigenen Tasche beziehungsweise von Spenden.

Dass immer wieder Katzen spurlos verschwinden oder vergiftet werden, ist laut Hannelore Schiller seit Jahren an der Tagesordnung. „Das ist furchtbar, dass Menschen zu so etwas in der Lage sind. Aber es ist leider so: Das schlimmste Wesen ist der Mensch selbst.“ Sie wird sich auch künftig um die Katzen kümmern, auch wenn es ihr körperlich schwer fällt. „Für die Tiere tue ich alles, aber die Vorwürfe sind einfach ungerecht. Ich möchte, dass das aus der Welt geschafft wird.“

Derweil berichtet eine OZ-Leserin von einem Fall, der sich am Dienstag in Dassow zugetragen haben soll. Dort beobachtete sie ein älteres Pärchen, dass im Hof eines Mietshauses, wo zahlreiche Katzen leben, etwas suchen. Als das Pärchen angesprochen wird, verschwinden die unbekannten Personen plötzlich mit ihrem blauen VW-Bus. „In den letzten Jahren sind in Dassow und Umgebung viele Katzen verschwunden, bei mir persönlich zwei Hauskatzen und drei Rassekatzen“, berichtet die Leserin. „Es geht schon länger das Gerücht um, dass sogenannte Katzenvermittler Katzen wegfangen und gegen Gebühr vermitteln. Wenn dieses Pärchen einen aufrichtigen Grund gehabt hätte, sich dort aufzuhalten, hätte eine einfache Rechtfertigung gut getan. Alles Andere gibt Grund zu den wildesten Spekulationen und wirft leider auf die rechtschaffenen Tierfreunde und Vermittler ein schlechtes Licht.“

Von Michael Prochnow

Im Landkreis Nordwestmecklenburg ist die Nachfrage nach den braunen Tonnen gering / Einige Ämter und Gemeinden haben Annahmestellen für Grünschnitt eingerichtet

09.04.2016

Am Donnerstag fand am Gymnasium „Am Tannenberg“ in Grevesmühlen die „Vierte Lange Nacht der Naturwissenschaften“ statt / Veranstalter mit Resonanz zufrieden

09.04.2016

Auf der Autobahn 20 in Richtung Lübeck hat sich am Donnerstagabend ein Unfall mit mehreren Fahrzeugen ereignet.

09.04.2016
Anzeige