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Katzenschwemme im Tierheim

Roggendorf Katzenschwemme im Tierheim

Seit Jahren unterstützt das Tierheim in Roggendorf (Nordwestmecklenburg) Kastrationen bei freilaufenden Katzen. Die Bemühungen schienen Früchte zu tragen - doch in diesem Jahr sieht alles anders aus.

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Auch diese beiden niedlichen Katzenbabys sind im Tierheim Roggendorf gelandet. Gut für sie, denn sie werden kastriert und in liebevolle Hände weitergegeben. Das Tierheim Roggendorf ist allerdings derzeit an seiner Kapazitätsgrenze, weil es in diesem Jahr so viele Katzenkinder von freilaufenden Katzen gibt.

Quelle: Tierheim Roggendorf

Roggendorf. Freilaufende Katzen werden an manchen Orten im Landkreis Nordwestmecklenburg derzeit zu einem regelrechten Problem. Meike Jaworski, Leiterin des Roggendorfer Tierheims, berichtet von täglichen Hilferufen besorgter Nordwestmecklenburger, die junge Katzen gefunden haben. „Wir kämpfen in diesem Herbst mit einer derartigen Masse an jungen, freilaufenden Katzen, dass wir derzeit nicht mehr viele aufnehmen können“, sagt Jaworski. Bis zu 80 Katzen darf das Tierheim in Roggendorf betreuen - und bis zu 40 Hunde. Um die 70 Katzen sind derzeit im Tierheim in Pflege.

Seit einigen Jahren unterstützen die Roggendorfer Tierschützer Kastrationsaktionen für freilaufenden Katzen im näheren und sogar weiteren Umkreis. „Und es schien auch ganz so in den letzten Jahren, als würden unsere Bemühungen Früchte tragen“, sagt Meike Jaworski. „Doch in diesem Jahr übertrifft die Kittenschwemme unsere allerschlimmsten Erwartungen.“ Woran es liegt, darüber kann sie nur rätseln: „Ich vermute, dass es vielleicht mit dem Wetter zusammenhängen könnte. Vielleicht haben in diesem Jahr mehr Katzenbabys von freilaufenden Katzen überlebt.“

Oft, so Jaworski, wenn zum Beispiel eine Katze auf einem Hof auftaucht, wird sie noch nicht als störend empfunden. Doch plötzlich sind es dann vier Katzen. „Aus einer wilden unkastrierten Katze aber können im Verlauf von zwei bis drei Jahren leicht bis zu 20 Katzen werden. Das sollte man nicht unterschätzen.“ Deshalb appelliert sie an die Verantwortung der Menschen: „Bitte fangen Sie jede freilebende Katze, die regelmäßig auftaucht, ein und stellen sie einem Tierarzt zur Kastration vor.“

Unter den wartenden Tieren im Tierheim Roggendorf befinden sich momentan etwa 35 Baby- und Jungkatzen, die alle ein schönes Zuhause bei liebevollen Menschen bekommen möchten. Und wichtig wäre es, sie bald in gute Hände zu geben, denn, wie Meike Jaworski befürchtet: „Die diesjährige Kittenschwemme ist noch in vollem Gange, ein Ende leider noch nicht abzusehen.“

Annett Meinke

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