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Kein extra Beirat in Wismar für Menschen mit Behinderung

Wismar Kein extra Beirat in Wismar für Menschen mit Behinderung

Für den Antrag findet sich keine Mehrheit – Der Beirat für den Landkreis Nordwestmecklenburg schlägt einen Ansprechpartner der Bürgerschaft vor

Wismar. In Wismar wird es vorerst keinen extra Behindertenbeirat geben. Das ist das Ergebnis von zwei Sitzungen von Ausschüssen der Bürgerschaft. Die Mitglieder des Sozial- und des Verwaltungsausschusses hatten das Thema ausführlich besprochen.

 

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Barrierefreiheit ist eines der Themen des Beirates.

Quelle: dpa
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Wismar braucht keinen extra Beirat. Es gibt jetzt einen Ansprechpartner in der Verwaltung für Barrierefrei- heit. Gut wäre, wenn die Bürgerschaft auch eine Kontaktperson benennt.“Wolfgang Griese, Vorsitzender des Behindertenbeirates Nordwestmecklenburg

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Der Tenor lautet mehrheitlich: Menschen mit Behinderung in der Hansestadt werden vom Behindertenbeirat des Landkreises Nordwestmecklenburg gut vertreten.

Vorausgegangen war ein Antrag der Fraktion „Für Wismar“. In der März-Sitzung der Bürgerschaft hatte sie den Antrag gestellt, dass ein Behindertenbeirat der Hansestadt Wismar bestellt wird.

Er sollte nach dem Willen von „Für Wismar“ fünf Personen umfassen und vom Büro der Bürgerschaft betreut werden. „Der Behindertenbeirat ist die Interessenvertretung behinderter und chronisch kranker Menschen. Er fördert die Vernetzung der Arbeit der Vereine und Verbände und ihre Zusammenarbeit mit Bürgerschaft und Verwaltung“, hieß es im Antrag der Fraktion.

Tatsächlich hat vor allem das Thema Barrierefreiheit in den letzten Wochen in Wismar immer wieder eine Rolle gespielt. Zum Beispiel bei der Zugänglichkeit zum Rathaus, zum Stadthaus, bei der Wegeverbindung auf dem Marktplatz, beim Welt-Erbe-Haus oder vorausschauend bei der Sanierung des städtischen Museums. Rollstuhlfahrer hatten sich auch im Rahmen der Einwohnerfragestunde der Bürgerschaftssitzung Gehör verschafft.

Die Stadtverwaltung hat Versäumnisse erkannt und mit Burkhard Rohde von der Abteilung Gebäudemanagement einen Behindertenbeauftragten für den Bereich Barrierefreiheit ernannt.

Diesen Schritt begrüßt die „Für Wismar“-Fraktion, hält einen Beirat dennoch für angebracht. Gerd Zielenkiewitz: „Das Thema Behinderung umfasst mehr als nur die Barrierefreiheit in und an öffentlichen Gebäuden oder auf öffentlichen Plätzen. Es geht auch um Themen wie Integration und Teilhabe, Pflegeversorgung und den Abbau von Vorurteilen und Benachteiligungen.“

Wolfgang Griese, Vorsitzender des Behindertenbeirates des Landkreises, spricht prinzipiell von einem guten Antrag, verweist aber auf die „trainierte Mannschaft mit Fachleuten“ im Beirat des Landkreises, dem auch Wismarer angehören. Mit der Ernennung eines Behindertenbeauftragten für den Bereich Barrierefreiheit habe die Stadt an einer entscheidenden Stelle nachgebessert. Griese hält einen Kontaktmann zur Bürgerschaft für sinnvoll und ausreichend. Das könne ein Mitglied der Bürgerschaft sein, denkbar sei auch ein Bürger, auf den sich die Politik einigt.

Für Kerstin Adam (SPD) „ist entscheidend, dass Wismar gut im Behindertenbeirat des Landkreises vertreten ist. Und das ist so.“ Tom Brüggert (CDU) sieht viel Bedarf auf dem Terrain der Behindertenarbeit, „aber keinen Bedarf, einen Behindertenbeirat einzuführen“. Das meint auch Wismars stellvertretender Bürgermeister Michael Berkhahn (CDU): „Ich kann die Notwendigkeit nicht erkennen. Wismar ist mit vier Leuten im Beirat des Landkreises vertreten. Die Problemlagen sind ähnlich. Ein Ansprechpartner ist besser und kann schneller reagieren als ein Gremium.“

Daneben gibt es mit Ilona Scheufler eine Behindertenbeauftragte in der Verwaltung des Landkreises Nordwestmecklenburg.

Roland Reppien („Für Wismar“) hält einen extra Beirat für Wismar dennoch für angebracht, weil dieser lebensnah und ortsnah tätig sein könne. Was beim Seniorenbeirat des Landkreises und der Hansestadt parallel funktioniert, könne auch bei einem Beirat für Behinderte im Landkreis und in der Hansestadt klappen, so Reppien.

Beirat des Landkreises und Ansprechpartner

21 Mitglieder zählt der Seniorenbeirat des Landkreises Nordwestmecklenburg. Sie wurden von den Fraktionen des Kreistages sowie von Wohlfahrtsverbänden und Vereinen vorgeschlagen, die mit Menschen mit Behinderung tätig sind.

Dem Vorstand gehören an: Wolfgang Griese (Vorsitzender, ☎ 038482- 60363 oder 0171-2407968), Lilo Martschinke (1. Stellvertreterin), Ingrid Schafranski (2. Stellvertreterin), Gudrun Wolter (Schriftführerin) und Dr. Antje Bernier (Beisitzer).

Aus Wismar vertreten sind Christa Steinhagen (Sozialverband VdK), Wolfgang Itter (Blinden- und Sehbehindertenverein), Sandra Rieck („Das Boot“) und Michael Hübner (SPD). Außerdem sind dabei Gudrun Wolter vom ASB-Kreisverband Wismar/Nordwestmecklenburg und Dr. Antje Bernier von der Hochschule Wismar.

Die Mitglieder des Beirates werden für die Dauer der Wahlperiode des Kreistages bestellt.

Behindertenbeauftragte beim Landkreis Nordwestmecklenburg: Ilona Scheufler, ☎ 03841-30405311.

Behindertenbeauftragter für den Bereich Barrierefreiheit bei der Stadt Wismar: Burkhard Rohde, ☎ 0 38 41- 2511060.

Heiko Hoffmann

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