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Grevesmühlen Keramiker öffnen wieder ihre Werkstätten
Mecklenburg Grevesmühlen Keramiker öffnen wieder ihre Werkstätten
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03:43 06.03.2013
Antje Rabe bietet am kommenden Wochenende ihre künstlerischen Arbeiten an. Quelle: Dirk Hoffmann

So vielfältig wie das Handwerk sind auch die Angebote: die Gäste können nicht nur den Keramikern über die Schulter gucken, sondern sich auch selbst an der Töpferscheibe versuchen, die Technik des Rakubrands erklären lassen oder Keramik bemalen.

„91 offene Töpfereien allein in Mecklenburg-Vorpommern, damit sind wir bundesweit Spitzenreiter“, sagt Christiane Gregorowius aus Dambeck, die die Veranstaltung für MV organisiert und ihre Töpferei ebenfalls öffnet. „Schön finde ich, dass bei dieser Aktion nicht der Verkauf im Vordergrund steht“, sagt die Börzower Keramikerin und Objektkünstlerin Antje Rabe (40). Auch sie lädt am kommenden Wochenende wieder in ihre Werkstatt ein. Es gehe ihr vor allem darum, sich als Keramikerin vorzustellen und den Menschen einen Zugang zur Kunst zu ermöglichen. Der Tag biete jedem die Gelegenheit, über die Werke ins Gespräch zu kommen, sich für Kunst sensibilisieren und von ihr berühren zu lassen. Damit ihre Gäste sich auch wohlfühlen, hat Rabe eine Tortenkünstlerin eingeladen, die die Gäste mit besonderen Gebäck- Kreationen überraschen will.

Antje Rabes Objekte spiegeln diesmal das Thema das Thema „Balance“ wider. Sie arbeitet mit verschiedenen Techniken, deren Ergebnisse gegensätzliche Eigenschaften haben: Raku und Porzellan. „Raku ist ein sehr archaischer Brand, das Ergebnis sehr erdig, während Porzellan sehr fein, hell, klingend und edel ist“, beschreibt sie die Gegensätzlichkeit der beiden Materialien, die aber in ihrere Ergänzung wieder eine Balance herstellten. Ihre Objekte seien im Wesentlichen auf zwei geometrische Formen reduziert, den Kreis und das Quadrat. Dadurch könne die Kunst sinnlich und rational begreifbar gemacht werden. Bei ihrer diesjährigen Ausstellung stehe die Abstraktion im Vordergrund, um die Balance in Form, Farbe und Struktur darzustellen. Diese Symbolik sei sehr zeitgemäß, findet die freiberufliche Objektkünstlerin. „Ein Gleichgewicht zwischen unterschiedlichen Formen zu erreichen ist letztlich das, was uns treibt — in der Kunst, im Leben und in der Liebe“.

Auch Keramikerin Angelika Hukal, die in Everstorf am 8. März ihre Ausstellung eröffnet, macht wieder beim Tag der offenen Töpferei mit. Sie hat Skulpturen zum Thema „Von der Geburt bis zum Tod“ aus Keramik, teilweise auch mit der japanischen Raku-Technik, gebrannt, wird sie an diesem Wochenende ausstellen und für Fragen der Besucher zur Verfügung stehen. „Alle diese Arbeiten habe ich noch nie zuvor gezeigt“, betont die 61-Jährige, die seit 16 Jahren regelmäßig zu verschiedenen Ausstellungen in Everstorf einlädt. Ihre Ausstellung, die sie bereits am Freitag, 8. März, eröffnet und die bis zum 5. Mai besucht werden kann, ist mit einem Fotoprojekt, Collagen sowie Acrylmalerei dem Thema „Vergänglichkeit“ gewidmet.

Infos zu allen Werkstätten und den Angeboten unter:

www.tag-der-offenen-toepferei.de

Melina Ulbrich

Nervt es Sie nicht auch manchmal, wenn Sie im Super-, Bau- oder Was-auch- immer-Markt nach Ihrer Postleitzahl gefragt werden? Wahrscheinlich geht es nur um die Statistik, dennoch fühle ich mich jedes Mal um ein Stück meiner privaten Daten beraubt.

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