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Grevesmühlen Kirchen bitten Kommunen um Geld
Mecklenburg Grevesmühlen Kirchen bitten Kommunen um Geld
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07:40 01.12.2017
Der Friedhof der Kirchengemeinde in Damshagen erwirtschaftet ein jährliches Defizit von 2000 bis 4000 Euro. Quelle: Malte Behnk
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Grevesmühlen

Die wachsende Beliebtheit alternativer Bestattungsmethoden geht an den Kirchengemeinden im Landkreis Nordwestmecklenburg und der Hansetsadt Wismar nicht spurlos vorbei. Immer öfter werden Kommunen, wie jetzt die Gemeinde Damshagen um finanzielle Unterstützung für den Betrieb der Friedhöfe gebeten.

Die Kirchengemeinde in Damshagen betreibt den Friedhof an der St.-Thomas-Kirche in Damshagen. Den Gemeindevertretern wurde mitgeteilt, dass der Friedhof ein jährliches Defizit von 2000 bis 4000 Euro verursacht. Daher wurden die Politiker von Pastorin Claudia Steinbrück und dem Kirchenrat um finanzielle Unterstützung gebeten. Obwohl die Gemeinde Damshagen finanziell schlecht ausgestattet ist, denken die Politiker über einen Zuschuss nach.

Grundsätzlich sind Kommunen laut Bestattungsgesetz auch zu einer finanziellen Unterstützung der Friedhöfe verpflichtet. Darin ist festgelegt, dass Gemeinden Friedhöfe einrichten und unterhalten müssen. Das gilt nicht, wenn im Ort ein kirchlicher Friedhof vorhanden ist, den die Gemeinde mit nutzen kann. In diesen Fällen hat sich die Gemeinde an den Kosten des Friedhofs zu beteiligen, die nicht durch Benutzungsentgelte gedeckt werden können.

Im Gebiet der Propstei Wismar, die die sechs Kirchenregionen Gadebusch, Grevesmühlen, Schwerin-Land, Schwerin-Stadt, Sternberg und Wismar mit insgesamt 69 Kirchengemeinden umfasst, gibt es 97 Friedhöfe. „Davon haben 23 ein Defizit, das von 50 Euro bis 32 000 Euro pro Jahr reicht“, sagt Reinhard Wienecke, Friedhofsbeauftragter der Propstei. Grundsätzlich gebe es das Problem bundesweit durch die steigende Tendenz zu Urnenbestattungen und anderen pflegefreien Gräbern. Hinzu kommen aber auch Baumpflegemaßnahmen. Viele Friedhöfe hätten große und alte Baumbestände, deren Pflege kostspielig ist.

Aufgrund der finanziellen Entwicklungen, gibt es Überlegungen, Friedhöfe eventuell langfristig zu verkleinern. Ebenso sei es sinnvoll, Friedhöfe auch für Kultur und Bildung zu öffnen. Der Friedhof in Wismar sei ein gutes Beispiel, wie Lesungen, Führungen und andere Angebote das Interesse steigern und zusätzlich Einnahmen generieren können.

Malte Behnk

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