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Grevesmühlen Kletterpark am Tiefpunkt
Mecklenburg Grevesmühlen Kletterpark am Tiefpunkt
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00:00 06.05.2017

Zahlreiche Familien aus Lübeck, Nordwestmecklenburg und Umgebung haben ihn in den letzten Jahren besucht: den Hochseilgarten im kleinen Waldstück am Kalvarienberg in Travemünde. Jetzt wird er abgebaut. Der Mietvertrag von Betreiberin Anja Lange war Ende 2016 ausgelaufen. „Die Flächen sind von uns gemietet, und die Betreiberin hat bis Ende Mai Zeit, den Kletterpark abzubauen und rückstandslos wegzuräumen“, betont Travemündes Kurdirektor Uwe Kirchhoff.

Betreiberin muss Standort räumen / Viele Mecklenburger haben ihn besucht

Betreiberin Anja Lange findet das „sehr bedauerlich“. Sie hatte sich gar einen Anwalt genommen, um das Ende des Kletterparks zu verhindern – erfolglos. Auch beim Abbau der Anlage gebe es Schwierigkeiten, betont Lange. Und tatsächlich: Momentan bietet sich dem Spaziergänger kein schönes Bild. Die Demontage scheint nicht zügig voranzugehen, Müll liegt in der Natur verteilt herum. „Ich durfte keine Container aufstellen und muss alles Stück für Stück mit einem Anhänger aus dem Wald bringen“, erklärt Lange.

Mit dem Hochseilgarten verschwinde eine Attraktion aus Travemünde, findet sie. Laut der Betreiberin ein durchaus vermeidbarer Verlust: „Ich hatte vier sehr lukrative Nachfolger an der Hand, die den Park teilweise sogar vergrößern wollten.“ Das alles habe den Kurbetrieb nicht interessiert. „Herr Kirchhoff ist gegen einen Kletterpark am Kalvarienberg.“

Einer der möglichen Nachfolger war Jens-Olaf Teschke. „Der Erhalt hätte Lübeck gutgetan“, sagt das ehemalige Mitglied der Bürgerschaft. Er habe Anja Lange in diesem Jahr ein Angebot vorgelegt und dem Kurbetrieb erklärt, dass er sich interessiere. „Danach habe ich nie wieder etwas gehört. Das kann doch nicht angehen.“

Der Kurbetrieb hält dagegen: „Wir haben der Betreiberin die Möglichkeit eingeräumt, bis Ende 2016 einen Nachfolger zu präsentieren. Und das ist nicht passiert“, sagt die stellvertretende Kurdirektorin Heike Blankenburg. Mit Auslaufen des Mietvertrages hat sich der Kurbetrieb demnach dazu entschieden, den Standort am Kalvarienberg aufzugeben. „Wir denken, dass die Fläche nicht geeignet ist“, sagt sie. Für Toiletten oder Gastronomie fehlten im Wald die erforderlichen Anschlüsse.

Wahrscheinlich wird es an anderer Stelle im Ostseebad ein Alternativangebot geben. „Wir suchen derzeit eine geeignete Fläche“, sagt Blankenburg. Mehrere Interessenten seien bereits vorstellig geworden.

jad/mho

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