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Grevesmühlen Klütz: Die Qual mit dem Schilderwald
Mecklenburg Grevesmühlen Klütz: Die Qual mit dem Schilderwald
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14:24 14.04.2018
Immer mehr Schilder, die auf touristische Attraktionen und Einrichtungen der Stadt hinweisen, tauchen in Klütz auf. Quelle: Foto: Malte Behnk
Klütz

Die Stadt Klütz entwickelt sich vor allem touristisch immer schneller. Nicht nur Schloss Bothmer wurde 2015 nach langer Sanierung mit einem Museum eröffnet, es gibt auch einen Schmetterlingspark, eine Schmalspurbahn, ein Literaturhaus, Galerien und Künstlerateliers, einen Minigolfpark, Baudenkmäler und Restaurants. Alle sollen von Gästen der Stadt gefunden werden, ohne dass der Schilderwald noch dichter wird.

Um eine Regelung für Genehmigungen und Verbote zu bekommen, erarbeiten Politiker und die Verwaltung eine neue Richtlinie. Die würde es öffentlichen Einrichtungen und bestimmten Gewerbetreibenden ermöglichen, dass einheitlich gestaltete Hinweisschilder nach Antrag beim Amt für sie aufgestellt werden. Nicht genehmigte und nicht mehr benötigte Schilder sollen dann verschwinden. Der Landkreis befürwortet, dass für Klütz so eine Richtlinie aufgestellt werden soll. Autofahrer könnten so besser zwischen amtlichen Verkehrszeichen und Hinweisen auf bestimmte Ziele unterscheiden.

Doch den Wald zu lichten, gestaltet sich schwierig. Bereits zur Eröffnung von Schloss Bothmer 2015 haben sich Politiker der Stadt mit der Fülle von Werbetafeln und -schildern befasst. Eine Lösung haben sie bis heute nicht gefunden und es sind weitere Schilder dazu gekommen – auch von der Verkehrsbehörde.

Stadtvertreter Peter Ellenberg, auch Mitglied im Ausschuss für Wirtschaft, Tourismus und Umwelt (WTU), ärgert sich über ein fehlendes Konzept bei der Beschilderung. „Warum ist da nichts zu Ende gedacht worden?“, fragt er. Insgesamt 37 Schilder, die im Klützer Stadtgebiet auf touristische Ziele oder Einrichtungen der Stadt hinweisen, hat er gezählt. Elf davon führen zu Schloss Bothmer, sieben zeigen den Weg zum Schmetterlingspark und vier zum Bahnhof der Schmalspurbahn. Dabei handelt es sich nicht um wild aufgestellte Werbetafeln, sondern um die Verkehrszeichen 432 als „Pfeilwegweiser zu Zielen mit erheblicher Verkehrsbedeutung“ oder 386.1 für „touristische Hinweise“.

Während sich der WTU-Ausschuss 2015 anfangs hauptsächlich mit Werbeschildern der örtlichen Betriebe beschäftigte, sind die „offiziellen“ Schilder seit Ende 2015 ein mindestens so großes Problem. Im Oktober waren die Stadtvertreter davon überrascht worden, dass am Marktplatz ein riesiger Wegweiser mit großen Hinweistafeln auf die nächsten Orte und innerstädtischen Ziele aufgestellt worden war.

Hintergrund war eine Aktualisierung von Richtlinien für Landesstraßen, die einen Wegweiser notwendig machte. Seit das riesige Schild aufgestellt wurde, kritisieren die Klützer, dass es unsinnige Informationen enthält. So zeigt ein Pfeil auf die wenige Meter entfernte Amtsverwaltung. Ein anderes Schild weist den Weg zur Sporthalle. Ein zweiter Hinweis an der nächsten Kreuzung fehlt aber. „Bis heute haben wir keine Information, auf wessen Antrag und mit welcher Genehmigung das Schild aufgestellt wurde“, empört sich Peter Ellenberg, der dringend Aufklärung vom Landkreis fordert

Riesiges Schild am Markt

Das Schild war 2005 auf eine verkehrsrechtliche Anordnung des Landkreises aufgestellt worden. Das einzige Angebot an die Stadt besteht darin, die weiße Beschilderung, die auf Amtsverwaltung, Sporthalle, Schloss Bothmer und die Kleinbahn hinweist, zu entfernen. So würde das Schild zumindest in der gesamten Fläche etwas kleiner. Insgesamt könnte der Pfosten des Schildes dann einen Meter gekürzt werden.

Malte Behnk

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