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Grevesmühlen Klütz: Jenner wird neuer Bauhofleiter
Mecklenburg Grevesmühlen Klütz: Jenner wird neuer Bauhofleiter
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00:00 17.01.2018
Er bringt Führungs- und Fachkompetenz aus seinem Berufsleben und dem Ehrenamt mit und sehr viel Herzblut für seinen Heimatort.Guntram Jung Bürgermeister Klütz
Klütz

Bekanntes Gesicht für den Neustart: Daniel Jenner wird ab dem 1. April die Leitung des künftigen Klützer Bauhofs übernehmen. Der 41-Jährige aus Goldbeck hat sich gegen rund 20 andere Bewerber durchgesetzt. Bereits Anfang Januar ist der Vertrag unterschrieben worden. Dieser ist zunächst befristet, mit der Genehmigung des städtischen Haushalts für das Jahr 2018 werde der Kontrakt aber entfristet, heißt es. „Ich freue mich total auf den Start in einen neuen beruflichen Lebensabschnitt. Ich werde mich voll reinhängen“, verspricht Jenner, der aktuell noch als Metallbauer in Grevesmühlen sein Geld verdient.

Der 41-Jährige nimmt Dienst am 1. April auf / Es ist nicht seine erste Führungsposition in der Stadt

Ab dem 1. Juni 2018 wird der neue Bauhof der Stadt Klütz seine Arbeit aufnehmen. Bereits ab April soll Jenner dessen Aufbau und Organisation in die Hand nehmen. Zum 1. Mai werden ihm zwei weitere Mitarbeiter zur Seite gestellt. Die Vorstellungsgespräche dazu führt die Stadt noch im Januar. „Ich wollte eine neue Herausforderung. Und etwas von null aufzubauen, hat mich sehr gereizt“, sagt Jenner. Doch auch der Anblick einiger Ecken seiner Heimatstadt hat ihn in den vergangenen Monaten geärgert – und motiviert, es besser zu machen. „Bürger können in Zukunft Informationen an mich herantragen und melden, wenn irgendwo etwas im Argen liegt“, erklärt der Vater von drei Kindern. Der Bauhof soll künftig in Klütz und den Ortsteilen zum Einsatz kommen. Die Schweriner Fremdfirma, die aktuell noch alle Bauhofleistungen für die Stadt erbringt, wird noch bis zum 31. Mai tätig sein. Der Vertrag mit dem Unternehmen wurde nach einem Beschluss der Stadtvertreter nicht verlängert. In den vergangenen eineinhalb Jahren kam immer wieder Kritik an der Arbeit auf. „Mit dem städtischen Bauhof erhoffe ich mir, dass Sicherheit, Ordnung und Sauberkeit im Ort gewährleistet wird“, betont Bürgermeister Guntram Jung (CDU). Doch er bittet auch darum, Geduld zu haben. „Wunder können drei Mitarbeiter nicht vollbringen. Sie werden 2018 nicht alles aufarbeiten können.“

Mit der Wahl des neuen Bauhofleiters ist das Stadtoberhaupt sehr zufrieden. „Er bringt Führungs- und Fachkompetenz aus seinem Berufsleben und dem Ehrenamt mit und zusätzlich sehr viel Herzblut für seinen Heimatort“, so Jung. Jenner ist seit 2012 auch Wehrführer der Freiwilligen Feuerwehr in Klütz. Eine Konstellation, die der Stadt und seinen Einwohnern zugutekommt: „So erhöhen wir die Einsatzbereitschaft der Feuerwehr am Tage. Es war auch unser Ziel, möglichst Mitarbeiter einzustellen, die aktive Mitglieder der Feuerwehr sind“, erzählt Jung.

Auf den neuen Bauhofleiter wartet derweil viel Arbeit. Schon im Vorfeld müssen Fahrzeuge, Mähgeräte und Werkzeuge angeschafft werden. „Unaufschiebbar ist auch die Erneuerung der Elektroinstallation im Bauhofgebäude“, ergänzt Guntram Jung. Jenner nimmt die Aufgaben gern an. „Es wird eine abwechslungsreichere Arbeit als als Metallbauer“, ist er sich sicher. Und mit Grünschnitt und Reparaturarbeiten ist er vertraut. „Ich bin ein Basteltyp und habe selbst ein 6200 Quadratmeter großes Grundstück, das gepflegt werden muss.“

Amtsbauhof 2016 geschlossen, Unzufriedenheit mit Privatfirma

Bis zum 1. April 2016 war der Bauhof des Amtes Klützer Winkel in Betrieb. Er war zuletzt für die Stadt Klütz und die Gemeinde Damshagen zuständig. Aus finanziellen Gründen wurde er geschlossen. Die Kosten für den Amtsbauhof, die zwischen Klütz und Damshagen aufgeteilt wurden, beliefen sich auf rund 200000 Euro pro Jahr. Zudem standen damals nicht unerhebliche Investitionen in die Technik und für Reparaturen am Bauhofgebäude in der Lübecker Straße in Klütz bevor.

Eine Schweriner Firma hat seitdem die Bauhofleistungen in Klütz und Damshagen übernommen. In den zurückliegenden Monaten hagelte es jedoch Kritik an der Arbeit. Einwohner beschwerten sich über ein ungepflegtes Erscheinungsbild. Während die Klützer Stadtpolitiker beschlossen, zum 1. Juni 2018 einen städtischen Bauhof zu formieren, will Damshagen künftig anfallende Arbeiten aufteilen und getrennt ausschreiben.

Die weiteren Gemeinden im Amt Klützer Winkel haben die Verantwortung für die Bauhofarbeiten in eigenen Händen. Kalkhorst, Hohenkirchen und Zierow haben dafür Mitarbeiter eingestellt, in Boltenhagen arbeitet ein Bauhof.

Daniel Heidmann

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