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Klützer Kameraden wollen neues Fahrzeug einweihen

Jahreshauptversammlungen: Feuerwehren im Landkreis ziehen Bilanz Klützer Kameraden wollen neues Fahrzeug einweihen

Einladung zur Feier richtet sich auch an den Innenminister / Anschaffung eines Tanklöschers muss noch warten / Mitglieder hoffen auf Internetanschluss

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Wehrführer Daniel Jenner (r.) bei der Ernennung der Kameraden (v. l.) Adrian Wegner, Jasmin Malek, Lara Sophie Weigel und Felix Zimmermann in den aktiven Dienst der Feuerwehr.

Quelle: Fotos: Dirk Hoffmann (2)/steffen Oldörp (1)

Klütz. Über mangelnde Arbeit können sich die Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr Klütz nicht beklagen. 2015 rückten sie 59-mal aus, darunter zu 24 Brandeinsätzen. Besonders zwei Einsätze hatten es in sich, wie Wehrführer Daniel Jenner rückblickend erklärte. So wurden sie zu einem Einsatz nach Hohen Wieschendorf gerufen, wo ein Segelboot untergegangen war. Zunächst war darin noch eine Person vermutet worden, was sich glücklicherweise nicht bestätigte.

Mit keinem alltäglichen Einsatz hatten es die Feuerwehrleute auf der Deponie in Neu Degtow zu tun. Drei Tage am Stück waren sie im Sommer mit anderen Wehren im Einsatz. Teilweise haben sie gehofft und gebangt, ob das 1979 in Dienst gestellte Löschgruppenfahrzeug LF 16 das durchhält und nicht vorher schlappmacht. Ähnliche Bedenken müssen die Klützer Kameraden nun nicht mehr haben. Denn Ende des Jahres erhielten sie ein neues Fahrzeug dieser Art, das LF 20, das mit moderner Technik wie Scheren und Spreizer ausgestattet ist. Mecklenburg-Vorpommerns Innenminister Lorenz Caffier (CDU) brachte persönlich den Fördermittelbescheid vorbei. Den 16. April hat sich der Minister hoffentlich in seinem Terminkalender notiert. Nach Aussage des Bürgermeisters Guntram Jung erwarten ihn die Klützer dann zur feierlichen Einweihung des LF 20 und dem ebenfalls neu angeschafften Feuerwehrfahrzeug mit Drehleiter. Die Feier beginnt um 11 Uhr. Sie ist öffentlich, alle interessierten Bürger sind willkommen.

Jung bedankte sich bei der Feuerwehr. „Sie bereichern mit vielen Veranstaltungen auch das kulturelle Leben in Klütz“, sagte er. Das Stadtoberhaupt schloss die Jugendwehr in sein Lob mit ein. Ihr Engagement würdigte er ebenfalls.

Insgesamt 1900 Übungs- und Ausbildungsstunden kamen 2015 für den Klützer Nachwuchs zusammen, wie Jugendwart Heiner Rieger berichtet hatte. Regelmäßig trafen sich die Mädchen und Jungen an den Freitagen für anderthalb Stunden im Feuerwehrgerätehaus. Wie fit die jungen Kameraden sind und wie gut sie mit der Technik umgehen können, bewiesen sie unter anderem beim 21. Amtsfeuerwehrtag in Boltenhagen. Dort belegte die Mannschaft den 2. Platz.

Momentan verfügt die Klützer Feuerwehr über 54 Einsatzkräfte. Hinzu kommen 14 Mitglieder in der Jugendwehr, vier Reserve- und elf Ehrenmitglieder sowie 17 Mitglieder des Musikzuges. Mit Blick auf das gerade begonnene Jahr wünschen sich die Kameraden, dass sie in ihrem Gerätehaus möglichst schnell einen Internetanschluss bekommen. Mit einer Anschaffung eines neuen Tanklöschfahrzeugs (TLF) ist erst 2018 zu rechnen, wie Kreisbrandmeister Torsten Gromm erklärte.

Werben um Brandschützer hat sich gelohnt

Bei der Feuerwehr in Herrnburg scheint vieles gut zu laufen. Das geht aus dem Bericht hervor, den der stellvertretende Wehrführer André Riemer am Sonnabend während der Jahreshauptversammlung vorlas. Für die Feuerwehr stand das vergangene Jahr ganz im Zeichen des HLF, einem neuen Löschfahrzeug. Riemer bezeichnete die Anschaffung als historisch.

Erfolgreich war das Jahr auch, was die Mitgliederzahlen angeht. Das aktive Werben um neue Brandschützer hat sich gelohnt. Gleich neun neue Mitglieder konnte der Vorstand begrüßen. Vier sind neu in die Wehr eingetreten, eine junge Frau wechselte von der Jugendabteilung in die aktive Wehr und vier Brandschützer waren bislang Mitglieder in anderen Feuerwehren. „Damit konnten wir vor allem die Anzahl der Einsatzabteilung deutlich steigern“, freute sich Riemer. Anfang 2015 zählte die Herrnburger Wehr 31 Einsatzkräfte. Zwölf Monate später sind es 40. Für Wehrführer Oliver Boest sind die positiven Zahlen aber kein Grund, mit dem Werben für die Feuerwehr Herrnburg aufzuhören. „Wir müssen uns weiter verstärken, um uns vor allem für die Tageseinsatzbereitschaft breiter aufzustellen.“

Neben 40 aktiven Feuerwehrleuten gehören zur Wehr auch sieben Mitglieder in der aktiven Reserve und drei Ehrenmitglieder. Das Durchschnittsalter liegt bei 33,1 Jahren. Auch beim Nachwuchs sieht es nicht schlecht aus. Zurzeit gehören drei Mädchen und 13 Jungen zur Jugendabteilung.

Für ihre wöchentliche Ausbildung haben die 40 aktiven Brandschützer im abgelaufenen Jahr 1914 Stunden investiert. Hinzu kommen 389 Stunden Dienst unter dem Motto „Fit for fire“. Unter der Anleitung von Gemeindewehrführer Manuel Schinke schwitzten die Brandschützer der Gemeinde Lüdersdorf einmal im Monat, um körperlich fitter zu werden. Die Zahl der Alarmierungen hat sich nach einem Rückgang in 2014 wieder erhöht. Insgesamt musste die Herrnburger Wehr 2015 67-mal ausrücken, darunter 39-mal zu Bränden und 28-mal zu sogenannten technischen Hilfeleistungen. In bleibender Erinnerung ist den Brandschützern der 6. Januar 2015 geblieben, als sie fünfmal an einem Tag das Gerätehaus verlassen mussten. Grund war ein heftiger Sturm, der zahlreiche Bäume in der Gemeinde umstürzen ließ.

Steffen Oldörp

Auszeichnungen

Für ihre 20-jährige Zugehörigkeit wurden Nils Künne und René Mulack geehrt. Marc Jäger, Kevin Kümpel und Christian Stichert erhielten die Beförderungen zu Feuerwehrmännern.

Ein Ehrenabzeichen bekam Kreisbrandmeister Torsten Gromm. Außerdem wurden ihm sowie Amtswehrführer Dirk Staudte und dem Feuerwehrmann Martin Reda im Namen des Bundesinnenministers Thomas de Maizière für ihren Einsatz bei der Flutkatastrophe 2013 Medaillen verliehen.

Förderverein will Jugendwehr unterstützen

Was wäre die Klützer Wehr ohne ihren Förderverein. Zwar unterstützen die Stadt und das Land die Blauröcke der Schloss-Stadt nach Kräften. Oft stoßen sie dabei aber an ihre Grenzen. Dann kommt der Förderverein ins Spiel und hilft. Durch Eigenmittel und Sponsoren wurden 2015 zum Beispiel neun Rettungswesten sowie Universalstützen für insgesamt 5000 Euro angeschafft. Eine weitere Weste war von einer Firma gespendet worden. „Das erleichtert uns sehr die Arbeit“, bedankte sich Wehrführer Daniel Jenner.

Außerdem hat der Verein in drei Faltpavillons für Sicherungseinsätze bzw. Veranstaltungen sowie Werbemittel wie Flyer und Werbebanner investiert. Und der Verein war nach Aussage des Vorsitzenden Oliver Borchert mit Infoständen auf dem Sportfest und dem Weihnachtsmarkt vertreten. Denn, so sagte er, Werbung könne nie genug gemacht werden.

In seiner Rede auf der Jahreshauptversammlung des Vereins gab Borchert einen Ausblick auf die Vorhaben. So will sich der Förderverein im Oktober erstmals zusammen mit der Feuerwehr an der zweiten Klützer Kultournacht beteiligen. Außerdem möchte er beim Bestücken der neuen Fahrzeuge helfen und schwerpunktmäßig der Jugendwehr unter die Arme greifen, die neue Kleidung benötigt. Darüber hinaus will sich der Verein wie schon im Vorjahr um die Förderpreise der Bürgerstiftung der VR-Bank und des Rotary-Clubs Grevesmühlen bewerben.

Sieben Zugänge verzeichnete der Förderverein 2015, zu dem derzeit 35 reine Förderer gehören. Auf der Jahreshauptversammlung beschlossen die Mitglieder unter anderem, die Arbeit des Vorstandes noch effektiver zu gestalten. Nach einer vorgenommenen Satzungsänderung besteht der Vorstand jetzt nur noch aus dem Vorsitzenden Oliver Borchert, seinem Stellvertreter Markus Arndt und dem Beisitzer Christian Berg. Zuvor bildeten fünf Mitglieder den Vorstand. dh



Dirk Hoffmann

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Klütz/Herrnburg
Wurden am Sonnabend in den aktiven Dienst der Freiwilligen Feuerwehr Klütz aufgenommen: (v. l.) Adrian Wegner, Jasmin Malek, Lara Sophie Weigel und Felix Zimmermann.  Wehrführer Daniel Jenner gratulierte dem Quartett.

Die Klützer (Nordwestmecklenburg) wollen ihr neues Löschgruppenfahrzeug einweihen. Eine Einladung ging auch an den Innenminister. 2015 rückten sie 59-mal aus. Die Herrnburger Brandschützer kommen auf 67 Mal. Sie können neun neue Mitglieder begrüßen.

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