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Grevesmühlen Kommt die Promenade auf den Dünen?
Mecklenburg Grevesmühlen Kommt die Promenade auf den Dünen?
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07:26 27.05.2016
Können in Boltenhagen bald Ostseebad-Gäste und Einheimische direkt mit Blick auf das Wasser flanieren? Quelle: Annett Meinke
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Boltenhagen

Seit 2012 wird im Ostseebad Boltenhagen ein Projekt geplant, an dem sich die Geister scheiden – die Dünenpromade. Die einen wollen das Bauwerk unbedingt. Es wäre das einzige seiner Art an der Ostsee und würde Gästen und Einheimischen erlauben, 90 Zentimeter über der Düne mit Blick auf das Wasser zu flanieren. Andere wiederum sehen in der Unternehmung vor allen Dingen Geldverschwendung, die ihrer Ansicht nach besser in das bereits Bestehende investiert werden sollte.

Bernd Opfermann vom Büro b&o-Ingenieure, der von der Gemeinde Boltenhagen mit den Planungen beauftragt wurde, sprach auf der vergangenen Kurbetriebsausschusssitzung und stellte den Stand der Dinge vor. „Wir haben endlich alle wasserrechtlichen Genehmigungen und auch alles andere ist auf dem Weg. Es könnte im Herbst mit dem ersten Bauabschnitt losgehen“, verkündete Opfermann erleichtert. Dazu waren viele Abstimmungen und Gespräche mit den Behörden, unter anderem mit den Staatlichen Ämtern für Landwirtschaft und Umland (StÄLU) notwendig.

Kritisch wurde es, als Opfermann davon sprach, dass alle Strandhäuschen nicht nur vorübergehend für die Zeit der Bauarbeiten der Promenade von ihren Standorten verschwinden müssen – sondern generell neu gebaute Strandhäuser an neuen Standorten, landseitig der Dünenpromenade entstehen werden. „Lediglich die ebenfalls neu zu bauenden Rettungstürme der DLRG dürfen noch seeseitig zur Dünenpromenade stehen.“

Kurdirektorin Claudia Hörl machte, was das angeht, jedoch ganz klar: „Die Strandhäuser und die alten Rettungstürme werden in jedem Fall von ihren derzeitigen Standorten verschwinden. Das StÄLU lässt sie dort nur noch stehen, weil wir die Dünenpromenade planen.“

Das Projekt mit einem derzeitig geschätzten Kostenumfang von 4,2 Millionen Euro ist zu 70 Prozent förderfähig, wie Kurdirektorin Hörl den Ausschussmitgliedern noch mit auf den Weg gab. „Kommt die Dünenpromenade nicht, weil sich die Gemeindevertretung doch noch dagegen entscheidet, dann müssen wir dennoch in jedem Fall Geld in komplett neue Strandhäuser und Rettungstürme investieren – nur dann ohne Förderung“, so Hörl.

Annett Meinke

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