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Grevesmühlen Kompromiss beendet Dauerstreit um St. Georgen
Mecklenburg Grevesmühlen Kompromiss beendet Dauerstreit um St. Georgen
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00:20 20.11.2014

Was lange währt, wird endlich gut. Das hofft dieser Tage so mancher in Wismar, wenn er an die wiederaufgebaute Sankt-Georgen-

Kirche denkt. 20 Jahre lang haben Hansestadt und evangelische Kirchengemeinde um die gemeinsame Nutzung gerungen.

Heute soll das Vertragswerk unterzeichnet werden. Eigentümerin von St. Georgen, die mit einer Höhe von 58 Metern zu den größten Backsteinkirchen im Norden zählt, ist die Hansestadt. Zum ausgehandelten Kompromiss gehört, dass die unterschiedlichen Ansichten der Vertragsparteien zur Widmung der Kirche aus der Vereinbarung ausgeklammert wurden. Unzulässig sind danach Veranstaltungen, die nicht der Würde des Raumes oder den Werten des Grundgesetzes entsprechen, oder die sich gegen die Kirche richten. Dazu gehören religiöse Ersatzhandlungen wie Namensgebung und Jugendweihe sowie Veranstaltungen, die der Verbreitung des Atheismus dienen.

Die Kirchengemeinde, deren gemeindliches Leben sich vorwiegend in der Neuen Kirche abspielt, kann die Georgenkirche für Gottesdienste, Andachten, Amtshandlungen, Konzerte sowie für kirchliche und diakonische Veranstaltungen nutzen. Die Stadt wird in dem 79 Meter langen und 59 Meter breiten Gebäude als „Kulturkirche“ unter anderem Ausstellungen, Konzerte, Kongresse, Kunstmärkte und Bildungsveranstaltungen anbieten. „Es war wichtig, dass wir gegenseitiges Verständnis entwickelt und nun einen Kompromiss gefunden haben, mit dem alle Beteiligten zufrieden sind“, sagt Bürgermeister Thomas Beyer (SPD). Der Nutzungsvertrag biete „eine solide Grundlage“. Axel Düwel, zweiter Vorsitzender des Kirchengemeinderates, spricht von einer „pragmatischen Vereinbarung“.



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