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Konkurrenzkampf der geplanten Supermärkte

Grevesmühlen Konkurrenzkampf der geplanten Supermärkte

Bauausschuss Grevesmühlen: Lidl-Gelände und Aldi/Markant-Neubau auf der Tagesordnung.

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Spuren von Vandalismus auf dem ehemaligen Lidl-Gelände.

Quelle: OZ

Grevesmühlen. Das dürfte spannend werden. Der Grevesmühlener Bauausschuss muss sich heute Abend gleich mit drei verschiedenen Planungen für Einkaufszentren beschäftigen. Neben der Erweiterung des Norma-Marktes im Norden der Stadt dürften vor allem die Präsentation des Vorhabens auf dem ehemaligen Lidl-Gelände an den Bahnschienen und die aktuelle Sachlage zum Supermarkt-Neubau auf dem Güterbahnhofsgelände Diskussionsstoff liefern. Denn nur eines dieser beiden Projekte kann am Ende auch wirklich umgesetzt werden — je nachdem, welches genehmigt wird.

David Corleis aus Hamburg, der in Dorf Mecklenburg die Spieloase betreibt, hat vor gut zwei Wochen das Lidl-Gelände gekauft. Notariell eingetragen ist dieser Kauf zwar noch nicht. „Doch ich vertraue darauf, dass das alles funktioniert“, sagt der ehemalige Eigentümer, der Fuhrunternehmer Hans-Peter Carstensen aus Handewitt bei Flensburg. Corleis selbst hat seine Planungen nochmal konkretisiert.

Neben einer Spielhalle, einer Sportsbar und einem Solarium soll nun eine Dönerbude anstelle eines Bäckers einziehen. „Ich habe mit Bäcker Benn gesprochen, der möchte noch ein paar Jahre seinen Laden betreiben. Ich möchte ihm keine Konkurrenz vor die Nase setzen“, sagt Corleis.

Es gebe bereits einen konkreten Miet-Interessenten für den Supermarkt, die Rewe-Gruppe, die auch den geplanten Fleischer betreiben würde. Außerdem habe der 47-Jährige bei Markant angefragt. Für den geplanten Friseur und das Tabak-Geschäft habe er noch niemanden gefunden. Fix ist allerdings noch nichts. Das Problem: „Ich brauche baurechtliche Sicherheit“, sagt Corleis. Für Spielhalle, Sportsbar und Solarium hat der Landkreis bereits einen positiven Vorbescheid erteilt. Eine Genehmigung sei laut Corleis kein Problem. „Im August wollen wir eröffnen.“

Komplizierter dürfte die Genehmigungserteilung für den Rest des Marktes sein. Mehrere Voranfragen habe Corleis gestellt. Er geht davon aus, dass sowohl für die jetzige Verkaufsfläche des Supermarktes in Höhe von 500 Quadratmetern als auch für die Erweiterung auf 800 Quadratmeter kein B-Plan-Verfahren notwendig ist. Stadt und Landkreis sehen das anders. „Unter 800 Quadratmeter wird es schwierig, einen Mieter zu finden.“ Corleis hatte bereits angekündigt, in diesem Fall den Supermarkt selbst zu betreiben.

Der Ausgang ist offen, zumal das Lidl-Gelände mit dem geplanten Supermarkt-Neubau auf dem Güterbahnhofsgelände konkurriert. Ein Mediationstermin hierzu vor eineinhalb Wochen ergab, dass das Vorhaben weiter verfolgt werden soll. „Ergebnisoffen“, wie Bürgermeister Jürgen Ditz damals sagte. Derzeit sieht es nicht anders aus. „Man wird sehen, was durchgeht und was nicht.“ Stadt, Landkreis und Raumordnungsbehörde in Schwerin entscheiden dann in Sachen Genehmigung.

Bauausschuss Grevesmühlen, heute 18.30 Uhr, Rathaussaal.

Rückblick
2006 zieht Lidl vom Standort Rehnaer Straße an die B 105. Aus 500 Quadratmetern Verkaufsfläche werden 1000.
2011 Ende Juni wird das Gelände am Bahnübergang für 270 000 Euro an den Fuhrunternehmer Hans-Peter Carstensen versteigert.
Weil der Billigmarkt Thomas Philipps abspringt, scheitert eine erneute Gewerbeansiedlung. Auch David Corleis hatte zuvor ein Konzept vorgelegt, bei der Versteigerung dann aber nicht mitgeboten.
2014 800 000 Euro will der Hamburger David Corleis in das Lidl-Gelände investieren. Ende des Jahres soll der Mmarkt eröffnet werden.

 



Robert Niemeyer

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