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Grevesmühlen Für die Otter: Brückensanierung wird deutlich teurer
Mecklenburg Grevesmühlen Für die Otter: Brückensanierung wird deutlich teurer
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16:38 25.07.2018
Die Brücke über den Tarnewitzer Bach in Tarnewitzerhagen muss saniert werden. Die Kosten sind von 80000 Euro auf 176000 Euro gestiegen. Unter der Brücke wird ein Weg für Fischotter gebaut. Quelle: Malte Behnk
Klütz

Die Stadt Klütz im Landkreis Nordwestmecklenburg muss mehr als doppelt soviel Geld für die Sanierung einer Brücke ausgeben, als zuerst geplant. Doch das Bauwerk zwischen den Ortsteilen Tarnewitzerhagen und Oberhof über den Tarnewitzer Bach muss dringend saniert werden, ansonsten droht eine Sperrung.

Im August soll mit den Bauarbeiten begonnen werden, bei denen ein Stahlkörper im Brückendurchlass eingezogen wird, um dem Bauwerk wieder die notwendige Stabilität zu geben. Voraussichtlich Mitte September sollen die Bauarbeiten abgeschlossen sein und Sperrungen sollen nur stundenweise erfolgen, auch in Abstimmung mit der Landwirtschaft.

Was die Stadtvertreter in Klütz aber ärgert, ist dass die Kosten sich seit Beginn der Planung vor zwei Jahren mehr als verdoppelt haben. Ursprünglich war man von 80 000 Euro für die Brückensanierung ausgegangen. Jetzt müssen etwa 176 000 Euro gezahlt werden.

Das liegt unter anderem daran, dass eine Otterberme unter der Brücke gebaut werden muss. Das ist ein gewässerbegleitender Steinsteg, über den die Tiere laufen können. Denn der Otter schwimmt ungerne unter Brücken hindurch, und wenn er den Umweg über die Straße nimmt, kann er leicht unter die Räder kommen.

An der erheblichen Kostensteigerung ist aber nicht allein der Bau der Otterberme schuld, sagt der Klützer Bürgermeister Guntram Jung (CDU). Auch die Kosten für den Tiefbau seien deutlich angestiegen. Außerdem seien seit der Planung noch einige Auflagen des Naturschutzes dazugekommen.

Bereits bei zwei Prüfungen in 2014 und im vergangenen Jahr war dem Bauwerk die Bewertung „ungenügend“ ausgestellt worden. Die Stadt ist also gezwungen, die Brücke instand zu setzen. Dazu wird ein Wellstahlprofil im Brückendurchlass eingezogen und mit Beton vergossen. So kann das vorhandene Bauwerk weiter genutzt werden und die Behinderungen für den Verkehr sollen gering bleiben.

Mehr lesen Sie am 26. Juli in der Printausgabe der Ostsee-Zeitung Grevesmühlen.

Malte Behnk

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