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Grevesmühlen Künstlerin aus Jeese stellt im Baumhaus aus
Mecklenburg Grevesmühlen Künstlerin aus Jeese stellt im Baumhaus aus
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00:00 04.04.2016

Die Ausstellung „ das muss sich doch mal ändern.“ von Renate U. Schürmeyer, Künstlerin aus Jeese bei Bernstorf, wird am Freitag, 15. April, um 19.30 Uhr im Baumhaus am Alten Hafen in Wismar eröffnet. Gezeigt werden Objekte und Installationen. Die Ausstellung thematisiert eines der Zitate, die Renate U. Schürmeyer oft in Gesprächen zur jüngeren deutschen Geschichte gehört hatte: „Man konnte nichts verändern, harrte aus, hoffte,... es war so, was wollt man machen.“

Der Situation des Abwartens, des Wartens möchte sich die Ausstellung annähern, von Verlassen- und Noch-nicht-angekommen-Sein beschreiben, heißt es in der Ankündigung. Ein Feld goldener Erdnüsse begrüßt die Besucher — als Zeichen der Sehnsucht nach dem unendlichen Wachstum und Reichtum? Darauf folgt ein Raum mit vielen Zeichenblättern von ewig gleichem Kreisen, einer ständigen Wiederholung, die der nicht enden wollenden Situation des Wartens ein Bild geben. Den Menschen, die auf der Flucht über die Ostsee aus der DDR den Tod fanden, ist ein weiterer Raum der Ausstellung gewidmet.

Renate U. Schürmeyer studierte an der Hochschule für Künste im Sozialen in Ottersberg und lebt seit 2003 in Nordwestmecklenburg. Seit 2009 beschäftigt sie sich intensiv mit der deutsch-deutschen Geschichte. Sie forscht in ihren Projekten und Installationen den subjektiven Erinnerungen der betroffenen Menschen nach und gibt ihnen einen Raum. Abwehr, Distanz und Lähmung fanden in betonierter Kleidung 2009 Ausdruck, Bilder für die Unbeweglichkeit, die Enge, die Erstarrung der Menschen auf beiden Seiten der ehemaligen Grenze. Der „Schutzraum Erinnern“ im Grenzhus Schlagsdorf war ein Angebot, dem kollektiven Gedächtnis ein Bild zu geben.

Die Ausstellung ist bis zum 8. Mai täglich von 10 bis 17 Uhr zu sehen. Der Eintritt ist frei. Am 22. und 29. April ist die Künstlerin jeweils ab 14 Uhr vor Ort, um weitere Blätter zu zeichnen.

OZ

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