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Baltic Hell: Nur abgespecktes Programm in Grevesmühlen

Grevesmühlen Baltic Hell: Nur abgespecktes Programm in Grevesmühlen

Ostsee-Rock-Festival fällt in diesem Jahr aus / Doch im August soll ein „Warm Up“ stattfinden / Der Ort steht noch nicht fest / Stadt liegt Antrag für das iht-Gelände vor

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In den Jahren 2013 und 2014 fand das Baltic Hell-Festival in Dassow, vergangenes Jahr dann in Rolofshagen statt.

Quelle: Archiv/dana Dolata

Grevesmühlen. Fans des Rock- und Metal-Festivals „Baltic Hell“ müssen sich in diesem Jahr mit einer deutlich abgespeckteren Version begnügen. In der Dimension, in der das Event in den zurückliegenden drei Jahren veranstaltet wurde, wird es 2016 nicht stattfinden, sagt Christian Jäger, Initiator des Musikfestes. Der 49-Jährige konnte für das Festival, das erst im vergangenen Jahr von Dassow nach Rolofshagen umgezogen war, keinen geeigneten Standort finden. Damit die Liebhaber der krachenden Gitarren aber nicht komplett auf Live-Musik verzichten müssen, ist am 12. und 13. August ein „Baltic Hell Warm Up“ in Grevesmühlen geplant. Doch wo die Sause steigen wird, steht noch in den Sternen.

OZ-Bild

Ostsee-Rock-Festival fällt in diesem Jahr aus / Doch im August soll ein „Warm Up“ stattfinden / Der Ort steht noch nicht fest / Stadt liegt Antrag für das iht-Gelände vor

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Veranstalter das „Baltic Hell Warm Up“ ist Ronald Riehl. Er war im Vorjahr noch Vorsitzender der Off-Road-Gemeinschaft (ORG) Nord e.V., auf dessen Gelände in Rolofshagen das Festival 2015 stattgefunden hatte. Baltic Hell-Macher Jäger erhoffte sich nach den Streitigkeiten in Dassow, dort eine Location für die nächsten Jahre gefunden zu haben. Doch weil Riehl seinen Vorsitz beim ORG mittlerweile aus beruflichen Gründen abgegeben hat, „ist die Situation eine andere geworden“, sagt Jäger. „Eine Fortsetzung in Rolofshagen war nicht mehr möglich.“ Der ORG-Vorstand um den neuen Vorsitzenden Bodo Ramesch sprach sich gegen das Festival aus. „Es ist ein Riesenaufwand. Und das Gelände ist für eine solche Veranstaltung nicht geeignet“, erklärt Ramesch. In Ronald Riehl (36), der für einen Event-Veranstalter arbeitet, reifte die Idee, ein „Warm Up“ in Grevesmühlen auszurichten. „Auch dieses Jahr versuchen wir wieder ein kleines Fest auf die Beine zu stellen“, heißt es auf der dazugehörigen Facebook-Seite. An zwei Tagen sollen zehn Bands auftreten, darunter auch Gruppen aus Dänemark und der Schweiz. Bislang ist das ehemalige iht-Gelände in der Grevesmühlener Jahnstraße als Austragungsort vorgesehen.

Doch die Stadt gibt aktuell kein grünes Licht: „So wie der Antrag gestellt ist, ist er nicht genehmigungsfähig“, macht Stadtsprecherin Regina Hacker eindeutig klar. Eine große Hürde: die Lautstärke.

Aufgrund der nahen Wohnbebauung müssen vom Veranstalter die Ruhezeiten eingehalten werden. Ab 22 Uhr ist Schluss. „Uns wurden die Bedenken von der Stadt schon mitgeteilt. Wir sind gerade dabei, Regelungen zu finden und suchen mit dem Ordnungsamt einen Ausweichplatz im Gewerbegebiet“, erklärt Ronald Riehl. So seien bereits Grundstücke im Grünen Weg und in der Nähe der Kläranlage ins Auge gefasst worden. In diesem Monat soll es eine Entscheidung geben. „Die Vorbereitungen sind ansonsten abgeschlossen“, so Riehl, der auch betont: „Das ,Warm Up’ wird auf jeden Fall stattfinden“. Sollte kein anderes Gelände gefunden werden, so werde auf dem iht-Areal innerhalb des möglichen Zeitrahmens abgerockt. Dort wird mit 250 Besucher geplant.

Baltic Hell-Initiator Christian Jäger hofft derweil, im nächsten Jahr selbst wieder das volle Programm auffahren zu können. „Ich bin guter Dinge, dass das Festival 2017 stattfinden wird“, sagt er. Er schaue sich nach passenden Locations zwischen Wismar und Lübeck um. Ihm sei dabei Planungssicherheit wichtig. Er will das Event über mehrere Jahre weiterentwickeln. Und: „Ich will das machen, bis ich in die Rente gehe.“

Daniel Heidmann

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