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Bewegender Start in Schönbergs Musiksommer

Schönberg Bewegender Start in Schönbergs Musiksommer

Traditionsgemäß wurde auch der 30. Schönberger Musiksommer am Sonnabend mit einem geistlichen Konzert in der St.

Schönberg. Traditionsgemäß wurde auch der 30. Schönberger Musiksommer am Sonnabend mit einem geistlichen Konzert in der St. Laurentius-Kirche eröffnet, gleichsam Fundament und Richtschnur für die bis Oktober folgenden rund 30 Konzerte unterschiedlichster Couleur. Kantor Christoph D. Minke hatte wiederum ein beziehungsreiches Programm für die Eröffnungsveranstaltung zusammengestellt, in dem sich Glaubenszuversicht und -trost mit christlicher Zeugenpflicht verbanden – es stieß so bewegend und anregend ins Herz unserer Zeit.

Eingeleitet wurde es – von der Orgelempore herab – mit der kleinen Choralkantate „Meinen Jesum lass ich nicht“ (1906) von Max Reger, für Orgel (Anne-Dorothea Minke), Sopran, Solovioline (Varina Grondkowski) und -bratsche (Melinda Hammerich). Ihr folgte die frühe kunstvolle Bachkantate „Ich hatte viel Bekümmernis“ BWV 21 (1714). Mit ihr machte Minke, was er gern und erfolgreich tut: Er kombinierte sie mit einem anderen musikalischen Werk. An jene Stelle, die einst den Platz für die Predigt einräumte, fügte er in sie den „Epitaph für Stephanus“ ein, eine umfangreiche „Oratorische Szene für Sprecher, Solisten, zwei Chöre und Orchester“ (1991) des Greifswalder Komponisten Manfred Schlenker (90), der den dankbaren Beifall in Schönberg erfreut entgegennahm.

Dieses Gedenken an den ersten christlichen Märtyrer, gesetzt in altmeisterlicher maßvoller Modernität, mit prägnanten rhythmischen und klanglichen Gesten, in fesselnder Dramaturgie, war gleichsam ein aktueller Kommentar zum Bach-Werk und eröffnete erhellende Horizonte. Der Text – kombiniert aus Apostelgeschichte und „modernen“ Ergänzungen – reflektiert massenhaftes Unrecht und Angst unserer Welt und zugleich das nicht nachlassende Bemühen um ihre Verbesserung. Das Gebet „O Herr, mach mich zum Werkzeug deines Friedens“ wird so zu ihrem bewegenden Höhepunkt.

Unter der Leitung von Christoph D. Minke erhielt dies alles ein eindrucksvolles musikalisches Gewand, geprägt vom hauseigenen herzerwärmenden Klangbild, mit dem leistungsstarken Kirchenchor St.

Laurentius, mit dem Strelitzer Kammerorchester, und besonders mit dem schlanken, intensiven Sopran von Brita Rehsöft (die auch noch die Tenorpartie der Bach-Kantate übernahm), komplettiert durch den Berliner Bass Wolfram Teßmer und die Altistin Monika von Westernhagen aus Dönkendorf.

Heinz-Jürgen Staszak

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