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Das letzte Fest des Seniorenclubs

Schönberg Das letzte Fest des Seniorenclubs

26 Jahre Engagement für ältere Bürger enden / Schützlinge der Kita „Haus des Kindes“ traten 15-mal auf

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15-mal unterhielten Schützlinge der Kita „Haus des Kindes“ die Mitglieder und Gäste des BRH-Ortsverbandes Schönberg und seines Nachfolgers, des Seniorenclubs. Nun war es das letzte Mal.

Quelle: Fotos: Jürgen Lenz

Schönberg. Nach einem Vierteljahrhundert ist Schluss. „Es ist unsere letzte öffentliche Veranstaltung“, bedauert Peter Stieg, Beiratsvorsitzender des Seniorenclubs Schönberg, der im vorigen Jahr aus dem BRH-Ortsverband Schönberg hervorging. Nach dem Weihnachtsfest gibt es nun keine Frühlingsfeste, Sommerfeste und ähnliche Zusammenkünfte mehr mit Unterhaltung, Tanz, Klönschnack, Kaffee, Kuchen, Ehrungen, Vorträgen. Auch wird die soziale Arbeit der Gruppenbetreuer Ende dieses Jahres enden. Sie kümmern sich um Mitglieder, gratulieren zu Geburtstagen und Ehejubiläen, besuchen Langzeitkranke und Bewohner von Pflegeheimen.

Nur zu einer internen Mitgliederversammlung wird die Gemeinschaft von 94 älteren Bürgern von Schönberg, Selmsdorf, Dassow und umliegenden Orten noch einmal einladen: am 22. Februar. Sie werden zusammenkommen, um Rückschau zu halten auf dann 26 Jahre BRH-Ortsverband und Seniorenclub und um rührigen Mitgliedern zu danken. „Es wird die letzte gemeinsame Zusammenkunft“, sagt Peter Stieg.

„Dann ist alles vorbei.“

Warum? Aus Altersgründen. Immer wieder suchte der Beirat jüngere Mitglieder als Nachfolger für das Leitungsgremium, aber auch für den erweiterten Beirat und für die Gruppenbetreuer, ohne die die Arbeit für die Senioren nicht weitergehen kann. „Wir haben jahrelang versucht, neue nachzuziehen“, berichtet Peter Stieg. Er engagiert sich seit 2011 als amtierender Vorsitzender des BRH-Ortsverbands und gehört zu dessen Gründern. Wie berichtet, kündigte er im Februar dieses Jahres an, der Schönberger Seniorenclub werde sich Anfang 2018 auflösen, wenn es nicht gelingt, bis dahin neue Mitglieder für den Beirat zu gewinnen und er dann arbeitsfähig ist. Doch Nachfolger fanden sich nicht.

Heute ist Peter Stieg mit 76 Jahren einer der Jüngsten im Beirat. Dessen Durchschnittsalter liegt bei 79 Jahren. Einige Beiratsmitglieder sind gar über 80. 2012 hingegen betrug das Durchschnittsalter im Vorstand des BRH-Ortsverbands noch 71,9 Jahre. Nun geht es nicht mehr. Bis auf eins. „Die Reisen gehen weiter“, sagt Peter Stieg. Er erklärt: „Die Reisekommission bleibt bestehen und wird weiter Reisen für die Senioren planen und durchführen.“

Vorbei sind dagegen Auftritte wie der am Mittwochnachmittag, die bei Veranstaltungen des BRH-Ortsverbands und seines Nachfolgers besonders viel Freude machten. Schützlinge der Schönberger Kita „Haus des Kindes“ unterhielten am Mittwochnachmittag die Senioren während des Weihnachtsfestes. Zum 15. Mal. Zum letzten Mal. 80 Frauen und Männer erlebten einen teils besinnlichen, teils mitreißenden Auftritt der Kinder mit Weihnachtsliedern, Gedichten und Tänzen im Bauernhofcafé der Familie Voss in Petersberg. Dort feierte auch der BRH-Ortsverband des Öfteren. In früheren Jahren traf er sich im Hotel Paetau am Schönberger Markt. Später kamen Mitglieder und Gäste im Eulenkrug in Ollndorf zusammen. 2008 feierten die Senioren erstmals im Heidehof in Lüdersdorf.

Im vorigen Jahr besuchten 553 Gäste die öffentlichen Veranstaltungen des BRH-Ortsverbands Schönberg. Willkommen waren nicht nur seine Mitglieder, sondern alle Frauen und Männer. Viele von ihnen erinnern sich an eine Protestresolution, die die versammelten Mitglieder des Ortsverbands 2009 beschlossen. Sie forderten die Politiker aller Fraktionen im Bundestag und den damaligen Ministerpräsidenten Erwin Sellering (SPD) auf, „sich für die Beseitigung der Rentenungerechtigkeit in Deutschland einzusetzen.“

Engagiert war die Gemeinschaft der Senioren auch, wenn es darum ging, sich an der Organisation von Kindertagsfesten und anderen Veranstaltungen zu beteiligen. Zunächst stiegen die Mitgliederzahlen.

Bis zu 200 Mitglieder gehörten dem BRH-Ortsverband an. 2008 waren es 181, im Jahr 2015 noch 124. Trotz der zahlreichen Angebote wurden es immer weniger. Einige Mitglieder traten wegen Krankheit oder hohem Alter aus, andere verstarben. Zugänge konnten die Verluste nicht ausgleichen.

Jürgen Lenz

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