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Die Neue fürs Theater

Wismar Die Neue fürs Theater

„Kaffee oder Tee?“ — lautet meine Einstiegsfrage an Theresa Eberlein. Nach knapp 80 Amtstagen treffe ich die neue Wismarer Theaterleiterin zu einem ersten Interview.

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Theresa Eberlein hofft auf den Zuspruch des Publikums.

Quelle: Ina Schwarz

Wismar. „Kaffee oder Tee?“ — lautet meine Einstiegsfrage an Theresa Eberlein. Nach knapp 80 Amtstagen treffe ich die neue Wismarer Theaterleiterin zu einem ersten Interview.

„Milchkaffee“, erklärt die 41-Jährige klar und spontan. „Früher habe ich Tee bevorzugt. Ist leider immer mehr Kaffee geworden. Mit viel Milch ist er heute eine Art Kompromiss.“

Dezenter Humor, dezenter Schmuck, schwarzer Blazer, das dunkelblonde Haar zum Zopf gebunden: Die Neue macht Eindruck. Bei der gebürtigen Berlinerin laufen ab sofort nicht nur theaterrelevante Fragen, sondern auch alle Fäden der Veranstaltungszentrale und Wismarer Märkte zusammen. Eine attraktive Frau und frisch gebackene Mutter hat sich damit bei einer Vielzahl von Bewerbern für das ausgeschriebene Amt im Wismarer Rathaus durchsetzen können. Tochter Line ist sechs Monate alt, genießt mit ihrem Papa gerade die Elternzeit.

Theresa Eberlein hat zunächst Theater- und Veranstaltungstechnik studiert. Hinter den Kulissen eines Theaters kennt die Diplom-Ingenieurin sich aus. Vor dem Vorhang sitzt sie schon als Jugendliche immer wieder in etlichen Zuschauerräumen. Die Bühne zieht sie magisch an. Von allen Seiten.

Freischaffend ist sie unter anderem in Hamburg und Schwäbisch Hall unterwegs, kehrt wieder zurück ans Berliner Renaissance Theater, arbeitet dann für die Konzertagentur Landgraf — wechselt quasi von der Technik zum Vertrieb. Sie tourt von Festival zu Festival. In diesem Bereich sammelt Theresa Eberlein unzählige Erfahrungen. Dann nochmal Sehnsucht nach der Schulbank. Sie vertieft ihr Wissen in Dresden, studiert Kulturmanagement. „Und im letzten Herbst wurde klar, jetzt suche ich mir dazu passend eine spannende Aufgabe.“

In Wismar hat sie die nun gefunden. „Wir sind dabei, eine neue Struktur für das Wismarer Theater zu erarbeiten“, erzählt sie. „Grob ist dies bereits geschehen — und nun müssen wir das Ganze mit Leben erfüllen.“

 

Ina Schwarz

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